Massiv zugenommen hat – wohl vor dem aktuellen Hintergrund der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko – die Angst vor globaler Umweltverschmutzung. Vor einem Jahr war dieses Thema nur für 36 Prozent der befragten Personen Anlass zur Sorge, heuer hingegen bereitet es mit 51 Prozent mehr als der Hälfte der österreichischen Bevölkerung Kopfzerbrechen. Einen hohen Stellenwert messen die befragten Personen dem Thema „Pflegefall“ bei. 50 Prozent sorgen sich um ihre Existenz, wenn sie selbst einmal ein Pflegefall werden, und für 43 Prozent wäre es bereits eine Existenzfrage, einen Pflegefall in der Familie zu haben.
Die Sorgen um Job und Geld
Genau die Hälfte der Österreicher, die an der „Generali-Zukunftsstudie 2010“ teilgenommen haben, fürchten sich vor einer Verschlechterung der Wirtschaftslage. Allerdings hat die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes im Vergleich zum Vorjahr stark abgenommen: Nur noch 23 Prozent hegen diesbezügliche Befürchtungen – um 9,0 Prozentpunkte weniger als noch 2009. Ähnlich markant - nämlich um 7,0 Prozentpunkte auf 18 Prozent – haben sich die Ängste vor Zahlungsunfähigkeit und Privatkonkurs abgeschwächt. Die Österreicher sehen die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf ihre persönliche Arbeitsplatz- und Finanzsituation also wieder deutlich optimistischer.
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Stärker als vor einem Jahr fühlen sich die Menschen heuer durch die häufiger und intensiver auftretenden Naturkatastrophen bedroht. Hagel, Sturm, Hochwasser und Lawinen prägen sich offenbar in das Bewusstsein der Österreicher. Mit 48 Prozent haben um 8,0 Prozentpunkte mehr Menschen ihre Sorgen vor den Kräften der Natur zum Ausdruck gebracht als 2009.
Die Sorgen der Frauen
Bei den meisten Bedrohungsszenarien ist der Anteil der Frauen, die Sorgen zum Ausdruck bringen, deutlich höher als jener der Männer. So fürchten beispielsweise 60 Prozent der Frauen eine schwere Krankheit, während es bei den Männern nur 49 Prozent sind. Auch eine Kürzung der Sozialleistungen stellt für Frauen mit 58 Prozent eine stärkere Existenzbedrohung dar als für Männer mit 50 Prozent. Ähnlich bei den Lebenshaltungskosten, um deren Anstieg sich 57 Prozent der Frauen im Vergleich zu 50 Prozent der Männer Sorgen machen.
Die Ängste im Alter
Zukunftsängste sind auch altersmäßig sehr unterschiedlich ausgeprägt. Die Angst vor schwerer Krankheit ist mit 59 Prozent vor allem für die Generation 50+ ein Thema. Die Kürzung der Sozialleistungen befürchten die 30- bis 39-Jährigen am stärksten (62 Prozent ), während mit dem Anstieg der Lebenshaltungskosten insbesondere die 40- bis 49-Jährigen zu kämpfen haben (62 Prozent ). Auch die Sorge um eine Kürzung der staatlichen Pension trifft diese Altersgruppe mit 60 Prozent am deutlichsten.
„Viele Sorgen der Österreicherinnen und Österreicher sind durchaus berechtigt“, so Generali-Vorstandschef Dr. Luciano Cirinà. „Unsere Vorsorgelösungen in der privaten Krankenversicherung und in der Lebensversicherung sind als Ergänzung zu den staatlichen Systemen sehr gut in der Lage, den Menschen viele Sorgen abzunehmen. Das gilt selbstverständlich auch für die private Pflegevorsorge, da dieses Thema ebenfalls zu den größten Existenzsorgen zählt.“
| Schwere Krankheit | 54 Prozent |
| Anstieg der Lebenshaltungskosten | 54 Prozent |
| Kürzung der Sozialleistungen | 54 Prozent |
| Kürzung der Gesundheitsleistungen | 52 Prozent |
| Kürzung der staatlichen Pension | 51 Prozent |
| Globale Umweltverschmutzung | 51 Prozent |
| Selbst ein Pflegefall zu sein | 50 Prozent |
| Verschlechterung der Wirtschaftslage | 51 Prozent |
| Naturkatastrophen | 48 Prozent |
| Einen Pflegefall in der Familie haben | 43 Prozent |
| Einbruch/Diebstahl | 43 Prozent |
| Klimawandel | 43 Prozent |
Quelle: Generali-Zukunftsstudie 2010. Österreichische Bevölkerung ab 15 Jahren; 1.372 Befragte; Zeitraum Ende Mai/Anfang Juni 2010.
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