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Zukunftsvorsorge

Für viele Anleger bleibt nur Kapitalgarantie

04.02.2010
Von Erwin J. Frasl
Der Staat fördert die private Altersvorsorge unter anderem unter dem Stichwort "Staatlich geförderte Zukunftsvorsorge" mit einer Prämie. Zahlreiche Fonds, in denen Gelder aus der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge nach einem CPPI-Modell (Constant Proportion Portfolio Insurance) veranlagt wurden, sind im Gefolge der Finanzkrise "ausgestoppt" worden - sie dürfen nicht mehr in Aktien investieren.
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Generaldirektor-Stellvertreter Mag. Robert Lasshofer von der Wiener Städtischen Versicherung kann seine Kunden beruhigen
Konkret bedeutet dies, dass für die bisher eingezahlten Prämien und die erhaltenen Förderungen nicht mehr als die Kapitalgarantie herauskommen wird. Kunden, die eine staatlich geförderte Prämienpension bei der Wiener Städtischen abgeschlossen haben, sind von der Problematik der CPPI-Modelle nicht betroffen, macht die Wiener Städtische Versicherung aufmerksam. Sie bietet seit 2003 ihr staatlich gefördertes Zukunftsvorsorgeprodukt Prämienpension an. Die Veranlagung erfolgt bei Verträgen, die vor dem 31. Dezember 2009 abgeschlossen wurden, zu 60 Prozent in den klassischen Deckungsstock, der die höchstmögliche Absicherung bietet. 40 Prozent werden im Ringturm Zukunftsvorsorge Aktienfonds veranlagt, der von den Entwicklungen an der Wiener Börse profitieren kann. Diese Kombination verbindet Ertragschancen und Sicherheit, so Wiener Städtische Generaldirektor-Stellvertreter Mag. Robert Lasshofer.

 

Der Ringturm Zukunftsvorsorge Aktienfonds wird nicht durch ein CPPI-Modell abgesichert. Dadurch konnte die positive Performance des vergangenen Jahres 2009 im Fonds mitgenommen werden. Trotz der Verluste in Folge der Finanzkrise weist der Aktienfonds seit Einführung der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge im Jahr 2003 eine Performance von durchschnittlich 7,38 Prozent pro Jahr aus. Rund 220.000 Kunden nutzen die private Zukunfts- und Pensionsvorsorge. 

Volksbanken-Zukunftsvorsorge postitiv

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Auch die staatlich geförderten Zukunftsvorsorge-Produkte der Volksbanken, der Austro-Garant bzw. die Austro-Garant-Förderpension, weisen im Jahresverlauf 2009 eine insgesamt sehr gute Entwicklung auf und konnten den Aufschwung an den Börsen voll mitnehmen. Die Performance betrug rund 15 Prozent.

Veröffentlichungen, dass "die Finanzkrise etlichen Österreichern, die Verträge für die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge abgeschlossen haben, die Aussichten auf Renditen zunichte gemacht haben", gelten somit nicht für die Zukunftsvorsorge-Produkte von Volksbank
Investments und der Victoria Volksbanken Versicherung, freuen sich Volksbank Investments und Victoria Volksbanken Versicherung. Der Grund liegt im verwendeten Managementansatz: Der Austro-Garant wird mit einer Garantie außerhalb des Fonds gemanagt. Die Volksbanken Zukunftsvorsorge-Produkte haben daher die Mindestaktienquoten beibehalten und konnten somit von der massiven Aufschwungphase an den Börsen profitieren.  Im Gegensatz dazu bleibt bei Produkten, die "ausgestoppt" wurden - und die bis zum Laufzeitende nur mehr in risikolose Papiere investieren können - für den Anleger keine Möglichkeit, mit bereits
einbezahlten Beträgen von einer Aufwärtsentwicklung an den Märkten zu profitieren. 

Neues Lebensabschnittsmodell

Für Verträge, die nach dem 31.12.2009 abgeschlossen wurden, gilt die neue Gesetzesregelung des Lebenszyklusmodells. Dabei wird die Mindestaktienquote mit steigendem Lebensalter reduziert: Bis zum 45. Lebensjahr müssen mindestens 30 Prozent in Aktien veranlagt werden, ab dem 45. Lebensjahr wird die Mindestaktienquote auf 25 Prozent
gesenkt und ab dem 55. Lebensjahr gilt eine Mindestaktienquote von 15 Prozent.

Damit wird das Risiko von Kursschwankungen zum Pensionsantritt hin reduziert. Die Wiener Städtische Versicherung bietet auch bestehenden Kunden den Umstieg auf das Lebenszyklusmodell. Auch hier erfolgt die Aktienveranlagung über den Ringturm Zukunftsvorsorge Aktienfonds. Dadurch ist  sichergestellt, dass diese Verträge nicht "ausgestoppt" werden können.

Steuervorteile

Bei der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge fallen weder Versicherungssteuer noch Spekulationssteuer an. Als Pension ausbezahlt, ist die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge von Einkommenssteuer und Kapitalertragssteuer befreit. Die Mindestvertragsdauer beträgt 15 Jahre, ausgenommen sind 50- bis 55-Jährige: Für sie gilt eine Vertrags- und Prämienzahlungsdauer bis zum 65. Lebensjahr. Die Kapitalgarantie auf die einbezahlten Prämien inklusive Förderung gilt selbstverständlich auch für Verträge, die ab 2010 nach dem Lebenszyklusmodell abgeschlossen werden. Die Förderung für 2010 beträgt neun Prozent der einbezahlten Prämien. Bei einer Einzahlung von maximal 2.263,79 Euro für 2010 zahlt der Staat 203,74 Euro zur Prämienpension dazu.

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Foto: Wiener StädtischeVersicherung - Petra Spiola ID:546