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Teilverbot
 
11.12.2017

Teilverbot Bankomatgebühren ab Jänner nur mehr in Ausnahmefällen

Von Daniela Stefan
Mit Jänner tritt eine Neuregelung in Kraft, die den Banken das Verrechnen von Bankomatgebühren erheblich erschwert. Ob es für Sie unterm Strich billiger wird, ist dennoch fraglich.
Teilverbot Bankomatgebühren ab Jänner nur mehr in Ausnahmefällen
Zum 13. Jänner 2018 sollen Bankomatabhebungen günstiger werden.
Es war eine umstrittene Gesetzesänderung, die kurz vor den Nationalratswahlen noch schnell durchgeboxt wurde: Der Nationalrat hat einen genauen Gesetzesrahmen beschlossen, wann Bankomatgebühren eingehoben werden dürfen. Dieser tritt mit 13. Jänner 2018 in Kraft und sollte Bankomatabhebungen für Sie günstiger machen. Ob die Rechnung aufgeht, ist allerdings fraglich.

Die Idee hinter dem beschlossenen Gesetzesantrag ist es, dass die Kosten für Behebungen am Bankomat für die Bankkunden in überschaubaren Rahmen bleiben und mit den Kontogebühren schon weitgehend abgedeckt sind. Die Details der neuen Regelung:
  • Banken dürfen künftig nur dann Entgelte für einzelne Geldabhebungen mit einer von ihnen ausgegebenen Bankomatkarte verrechnen, wenn sie dem Kunden als Alternative auch ein Girokonto zu pauschalierten Kosten anbieten, das beliebig viele Bankomatabhebungen beinhaltet. Heißt konkret: Sie müssen die freie Wahl haben zwischen einem Konto, bei dem Sie (meist ab einer bestimmten Anzahl) für Bankomatabhebungen extra zahlen und einem, wo dies nicht der Fall ist.
     
  • Außerdem werden Banken dazu verpflichtet, Kunden von Gebühren, die durch unabhängige Automatenbetreiber eingehoben werden, zu befreien.
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Girokonten könnten teurer werden

Vor allem der letzte Punkt ist bei den Banken alles andere als beliebt. Sie fürchten auf diese Weise die Kosten von Drittanbietern mittragen zu müssen. Aber auch für Sie als Kunden ist die Nachricht, dass keine Gebühren an den Bankomaten eingehoben werden, nur auf ersten Blick positiv. Müssen die Banken für die Kosten aufkommen, könnte dies in letzter Konsequenz bedeuten, dass Girokonten teurer werden. Denn die Mehrkosten werden wohl an die Kunden weitergegeben werden.

Ein Wechsel zahlt sich aus

Ihnen bleibt freilich immer noch die Wahl, zu einem Anbieter mit Gratis-Kontoführung zu wechseln. Manche Institute haben gerade besondere Zuckerl im Angebot: Zum Beispiel bietet die neue Online-Bank Dadat ebenso wie die ING-Diba wechselfreudigen Kunden, die bei ihnen ein Gehaltskonto eröffnen, aktuell eine Prämie von 75 Euro.

Tipp:
Finden Sie hier ein kostenloses Girokonto.

Möglicherweise wird sich mittel- bis längerfristig in punkto Bankomatgebühr aber auch gar nicht so viel ändern. Denn die ÖVP, die der künftigen Regierung aller Voraussicht nach vorsitzen wird, hat gegen diesen von SPÖ, FPÖ und Grünen beschlossenen Antrag gestimmt. Politische Beobachter gehen daher davon aus, dass die neue Regelung nicht lange halten wird, und die ÖVP bald eine Reparatur der Regelung erwirken könnte.
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