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Geldanlage Vergleich

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Datenstand: 28.11.2014
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

Die wichtigsten Fakten rund um das Thema Festgeld

Festgeld in Österreich: Was ist das?

Festgeld ist eine verzinste Kapitalanlage bei Banken und Sparkassen. Sparer legen ihr Geld für einen bestimmten Zeitraum fest an und erhalten dafür einen garantierten Festzins. Festgeld zeichnet sich durch Kapitalsicherheit, Renditegarantie und Gebührenfreiheit aus. Dank festgeschriebener Zinsen bis zum Ende der Laufzeit ist das Sparergebnis im Voraus kalkulierbar. Kursverluste sind ausgeschlossen.

Festgeld: Machen Sie den Zins-Check

Festgeld wird von der Bank mit einem garantierten Zinssatz ausgestattet. Entscheidend für die Höhe der Zinsen sind der Anlagebetrag, die Laufzeit und das allgemeine Zinsniveau. Als Faustregel gilt: Je höher der Anlagebetrag und/oder je länger die Laufzeit, desto höher fällt der Festzins aus. Die Festgeld-Verzinsung ist über die festgelegte Spardauer gleich hoch und kann nicht von der Bank oder Sparkasse verändert werden.

Festgeld: Sicheres Sparergebnis

Das Sparergebnis einer Festgeld-Anlage hängt vom Zinssatz und von der Anlagedauer ab. Beträgt die Laufzeit ein Jahr und der Festzins zwei Prozent, so würde das Sparergebnis exakt dem Zinssatz von zwei Prozent gleichen. Wird das Geld ein halbes Jahr zu gleichen Konditionen festgeschrieben, so sinkt die Rendite aufs Jahr gesehen auf ein Prozent. Bei längeren Laufzeiten hebelt der Zinseszinseffekt das Sparergebnis über den Zinssatz, vorausgesetzt das Geld verbleibt nach Jahresablauf auf dem Konto und verzinst sich erneut. Beispiel: Anlagesumme 10.000 Euro, Laufzeit drei Jahre, Zinssatz zwei Prozent. Die Rendite im 1. Jahr beträgt zwei Prozent. Im 2. Jahr addiert sich das Sparergebnis auf 2,08 Prozent (Durchschnittsrendite 2,04 Prozent) und im dritten Jahr auf 2,49 Prozent (Durchschnittsrendite 2,08 Prozent).

Festgeld: Welche Laufzeit ist die richtige?

Festgeld hat eine bestimmte Laufzeit. Üblich sind kurze Laufzeiten zwischen drei Monaten und einem Jahr. Dabei wird das Geld zumeist quartalsweise festgeschrieben, also für drei, sechs, neun oder zwölf Monate. Manche Banken bieten auch längere Festgeld-Laufzeiten, in Ausnahmefällen bis zu zehn Jahren. Aber Vorsicht: Lange Laufzeiten lohnen sich nur in Hochzinsphasen, wenn sich Sparer überdurchschnittliche Zinsen für lange Zeiträume sichern können.

Festgeld: Mindestanlagen beachten

Festgeld gibt es nicht als Sparplan, sondern nur als Einmalanlage. Damit überhaupt ein relevantes Sparergebnis erzielt wird, schreiben Banken und Sparkassen einen bestimmten Mindestanlagebetrag für Festgeld vor. In der Regel sind das Beträge zwischen 1.000 und 2.500 Euro. Manche Banken begnügen sich mit 500 Euro, einige wenige fordern 5.000 Euro Mindestbetrag für die Eröffnung eines Festgeld-Kontos. In Ausnahmefällen, etwa wenn mit besonders attraktiven Konditionen neue Kunden angelockt werden sollen, kann Festgeld auch Maximalbeträge vorsehen.

Festgeld: Was kostet ein Konto?

Um ein Festgeld-Konto zu eröffnen, benötigt man weder ein Giro- noch ein anderweitiges Sparkonto bei dem entsprechenden Geldinstitut. Die Bank legt das eingezahlte Geld auf einem separaten Konto auf den Namen des Einzahlers an. Kontoführungsgebühren oder Abschlusskosten fallen nicht an. Kurz vor Ende der Festgeld-Laufzeit informiert die Bank den Sparer über das Auslaufen der Geldanlage und bittet um Order, was mit dem Kapital geschehen soll. Der Sparer kann es erneut als Festgeld anlegen, auf sein Referenzkonto überweisen lassen oder eine andere Geldanlage wählen. Meldet sich der Anleger nicht, wird der Betrag in der Regel zu den aktuellen Konditionen als Festgeld weitergeführt.

Festgeld: Kündigung und dann?

Festgeld ist von einer Kündigung ausgeschlossen. Sparer müssen sich daher genau überlegen, welche Laufzeit sie für ihr Festgeld wählen. Einige wenige Banken bieten die Option, im Falle eines unvorhersehbaren Ereignisses das Kapital vor dem regulären Laufzeitende freizugeben. Allerdings ist dies zumeist mit Zinsverlusten verbunden.

Festgeld: Auf die Einlagensicherung achten

Ein Festgeldkonto ist eine sehr sichere Form der Geldanlage. Guthaben auf Festgeldkonten unterliegen einer strengen Einlagensicherung. Seit 2010 sind Kapitalanlagen in EU-Ländern bis 100.000 Euro durch eine gesetzliche Einlagensicherung voll abgesichert. Dazu zahlen alle EU-Banken regelmäßig in einen Fonds ein, aus dem Anleger im Falle einer Insolvenz entschädigt werden können. In Österreich schützt die gesetzliche Einlagensicherung Sparer im Pleitefall einer österreichischen Bank – ebenfalls bis zu maximal 100.000 Euro. Es gibt aber auch österreichische Banken, die ihren Kunden Sicherheit für 100 Prozent ihrer Spareinlagen garantieren.

Festgeld: Das frisst die Kapitalertragssteuer (KESt.)

Kapitalerträge für Festgeld unterliegen in Österreich der 25-prozentigen Kapitalertragssteuer (KESt.). Die Kapitalertragssteuer wird von der Bank direkt an das zuständige Finanzamt abgeführt. Auf Antrag des Steuerpflichtigen können die Kapitaleinkünfte zur Einkommensteuer veranlagt werden. Ist die Besteuerung mit dem individuellen Steuersatz günstiger als die Pauschalbesteuerung von 25 Prozent, wird die Steuerdifferenz erstattet.



Haftungsausschluss:
Die dargestellten Konditionen der Kreditinstitute erfolgen aufgrund regelmäßiger Meldungen der Institute an biallo.at oder aufgrund Recherchen von biallo.at. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der von den Kreditinstituten gemachten Angaben wird keine Haftung übernommen. Gleiches gilt für Konditionenangaben, die von biallo.at recherchiert werden. Zinsangaben sind daher unverbindlich. Ein individueller Rechtsanspruch auf Gewährung dieser Konditionen besteht nicht. Individuelle Angebote, insbesondere von Zinssätzen können nur auf der Basis von Beratungen der Kreditinstitute, Bausparkassen oder anderer Anbieter von Finanzdienstleistungen erfolgen.

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