Bank Austria
Immobilien-Renditen erreichen 5,5 bis 6,0 Prozent
19.10.2009
Von Erwin J. Frasl
Der Wiener Immobilienmarkt hat langfristig Entwicklungspotenzial. Das zeigt eine neue Studie der Bank Austria Real Estate. Die Experten erwarten für die nächste Zeit eine Stabilisierung auf dem aktuellen Niveau, der Druck auf die Mieten, insbesondere für Büros in weniger guten Lagen und in weniger guter Qualität, wird aber wachsen.
Wien ist heute eine der wohlhabendsten Städte Europas. Das Wohlstandsniveau erreicht 125 Prozent des Österreich-Durchschnitts und mehr als 180 Prozent des EU-Mittels. Über 300 internationale Konzerne haben in Wien ihre Konzernzentrale für Aktivitäten in der Region eingerichtet. "Der Standort Wien profitiert unter anderem von der sehr guten Infrastruktur, dem hohen Maß an Sicherheit und sozialer Stabilität", so Reinhard Madlencnik; Leiter Real Estate in der
Bank Austria.
Vorteil in der Krise Büromarkt bewegt sich langsam
Der Wiener Büromarkt gehört zu den stabilsten Büromärkten in Europa. Im Gegensatz zu anderen westeuropäischen Metropolen wie London musste er etwa keinen dramatischen Rückgang bei den Spitzenmieten verzeichnen. Seine eher langsamen und unspektakulären Bewegungen haben sich gerade in der aktuellen Situation als Vorteil erwiesen. Trotzdem hat die Krise auch in Wien im ersten Halbjahr 2009 zu einem spürbaren Rückgang bei der Neuproduktion von Büroflächen sowie bei der Vermietungsleistung geführt. "Obwohl sich auch der Wiener Immobilienmarkt den Auswirkungen der internationalen Wirtschaftskrise nicht entziehen kann, sind diese deutlich geringer als in vielen anderen europäischen Hauptstädten", so Madlencnik.
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