Von Erwin J. Frasl
Privat-Pensionisten erleiden seit Jahren kräftige Verluste. Nun fordern auch die Grünen einen besseren Schutz der privaten Zusatzpensionen.
"Die Sozialpartnereinigung bei den Pensionskassen greift viel zu kurz", kritisiert der Sozialsprecher der
Grünen, Karl Öllinger, die jüngsten Vorschläge der Sozialpartner zur Reform der privaten Pensionskassen. "Damit werden die Versicherten auch in Zukunft einfach zusehen müssen, wie ihre Pension einfach dahinschmilzt." Das System der Pensionskassen in seiner derzeitigen Form ist nach Ansicht Öllingers gescheitert: "Zwei große Verlustwellen in zehn Jahren haben deutlich gemacht, dass dieses Modell keine Sicherheit bietet."
Öffentliche Pensionskassen - Handlungsfähigkeit für Pensionäre
Öllinger fordert daher eine Möglichkeit für die Betroffenen, ihr Geld aus den Kassen herausholen zu können: "Es ist zynisch, von den Betroffenen zu verlangen, untätig zuzusehen, wie ihr Geld immer weniger wird und sich die Versicherungen trotzdem goldene Nasen
verdienen."
Die Grünen schlagen daher vor, den privaten Anbietern auch eine öffentliche Pensionskasse gegenüberzustellen, in der es "keine Abzockerei bei Verwaltungs- und Kapitalmarktgebühren" gibt. Außerdem müssen Transparenz und Mitbestimmungsmöglichkeiten verbessert werden.