Von Erwin J. Frasl
„Wenn ich mir die Beträge für Bankenrettungen so ansehe, gibt es keinen Grund, Pensionsanpassungen in Frage zu stellen“ stellt der Präsident des Pensionistenverbands Österreich (PVÖ) Karl Blecha angesichts neuer Milliardenhilfen für die Banken fest.
Als „ersten Erfolg“ wertet Pensionistenverbands- und Seniorenrats-Präsident Karl Blecha die heute von der Pensionskommission anerkannten 2,7 Prozent Anpassungsfaktor für 2012. Blecha: „Es war nicht immer so, dass die Kommissionsempfehlung außer Streit stand.“ Für Blecha ist die Wertsicherung der Pensionen „sozial- und wirtschaftspolitisch unerlässlich“. Für die in den kommenden Wochen laufenden Pensionsverhandlungen hat Blecha „eine Reihe von Punkten“ vorbereitet – unter anderem will er die heute vom Verfassungsgerichtshof bestätigte Streichung des Alleinverdiener-Absetzbetrages thematisieren.
Seniorenvertreter Blecha will auch den Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen. „Diese 2,7 Prozent sind keine Erhöhung, sondern nur eine Anpassung um die zurückliegende Inflationsrate. Diese Anpassung ist ökonomisch in den derzeit schwierigen Zeiten sogar notwendig, weil die Pensionen direkt in den Konsum fließen, dadurch die Wirtschaft stützen und die Arbeitsplätze der Jungen sichern“, so Blecha.