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Donnerstag, 17.05.2012
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BZÖ-Pensionskonto

Ein Gegenmodell zur Pensionslüge

10.01.2012
Von Ursula Haubner
Nur mehr erschreckende sieben Prozent aller Jugendlichen glauben heute daran, einmal eine staatliche Pension zu erhalten. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Jungen den Generationenvertrag bereits innerlich aufgekündigt haben.
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Ursula Haubner ist Abgeordnete zum Nationalrat, BZÖ-Familien- und Bildungssprecherin des BZÖ
Das bisherige Umlagesystem stößt durch die demographische Entwicklung immer mehr an die Grenzen der Leistungsfähigkeit und bereits im Jahr 2013 wird ein aktiver Arbeitnehmer einen Pensionisten erhalten müssen. Das kann und wird sich finanziell nicht mehr ausgehen.

Vor diesen Tatsachen gilt es aber, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, sondern neue Lösungen zu erarbeiten, um der Jugend wieder die Sicherheit einer Pension zu vermitteln und den drohenden Generationenkonflikt durch mutige, kluge aber auch sozial gerechte Reformen zu verhindern. Derzeit erlebt Österreich die institutionalisierte Pensionslüge: Jeder Verantwortungsträger weiß über die dramatische Situation im Pensionssystem, aber niemand wagt es, den gordischen Knoten zu durchschneiden.

Das BZÖ hat als einzige Partei gemeinsam mit Experten mit dem Modell eines „Pensionskontos“ eine durchdachte Lösung für ein sicheres Pensionssystem entwickelt. Wir treten für die Schaffung eines einheitlichen und für alle geltenden, fairen Pensionssystems ein. Ziel muss ein transparentes Pensionskonto sein, in das jeder ab Beschäftigungseintritt einzahlt und sich jederzeit seine Pensionshöhe errechnen kann. Dies ist ein Meilenstein für die jüngere Generation, die dann ihre Pensionsansprüche errechnen kann.

Gleichzeitig gibt es zunehmend ältere Menschen, die auch nach dem 65. Lebensjahr beruflich aktiv bleiben wollen und sich einen fließenden Übergang in die Pension wünschen. Hier müssen neue Zuverdienstmöglichkeiten und Flexibilisierungsmaßnahmen geschaffen werden (z.B. Bonussystem, Teilpension). Wertvolle Zeiten wie Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen müssen im Pensionssystem weiter berücksichtigt werden. Österreich braucht ein System für Alle – fair, sozial und leistungsgerecht.

Privilegien wie Durchschnittspensionen von 70.000 Euro jährlich

Gleichzeitig werden mit dem Pensionskonto auch Privilegien wie bei den ÖBB, wo es ein Pensionsantrittsalter von durchschnittlich 52 Jahren gibt, beseitigt. Aber auch Privilegienoasen wie die Nationalbank mit Durchschnittspensionen von 70.000 Euro jährlich gehören damit der Vergangenheit an. Diese Privilegien und Pfründe sind nicht zeitgemäß und wir können sie uns auch nicht mehr leisten. Österreich braucht in der Zukunft ein Pensionssystem, das für alle gleich ist, Fairness herstellt, Transparenz schafft und an der Verwaltung spart. Das BZÖ-Pensionskonto ist unser Weg in eine sichere Zukunft für alle Generationen.

NAbg. Ursula Haubner

Ursula Haubner ist Abgeordnete zum Nationalrat, Familien- und Bildungssprecherin des BZÖ.
Regierungsverantwortung (1997-2007) auf Landes- und Bundesebene für Frauen, Familien und Soziales, Ehemalige Fachvorständin an BHS (Berufsbildende höhere Schulen).

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