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Immobilien
 
11.04.2018

Immobilien Zahlt sich der Kauf von Eigentum derzeit aus?

Von Daniela Stefan
Der Kauf einer Eigentumswohnung will gut überlegt sein. Vor allem sollten Sie bedenken, dass die Zinsen bald steigen und Kredite dadurch teurer werden könnten.
Immobilien Zahlt sich der Kauf von Eigentum derzeit aus?
Mieten oder Kaufen?
Gehören Sie zu jenen, die sich denken, bevor ich jeden Monat Geld für die Miete weg zahle, investiere ich lieber in eine Eigentumswohnung? Denn die gehört schließlich irgendwann einmal mir? Diese Überlegung mag im Einzelfall aufgehen, stimmt aber immer weniger: Angesichts der gestiegenen Immobilienpreise rechnet sich der Immobilienerwerb oft erst nach 30 Jahren – zumindest in vielen Landeshauptstädten: Laut Immobilienscout24 sind die Preise für Eigentumswohnungen in Wien mittlerweile so hoch, dass man durchschnittlich 31,4 Jahre zur Miete wohnen könnte, bis der Kaufpreis erreicht ist. Und auch in den anderen Landeshauptstädten haben die Preise in den vergangenen Jahren ordentlich angezogen. Einzig in St. Pölten und Eisenstadt liegt das Verhältnis von Kaufpreis und Mietkosten bei unter 20 Jahren.

Nun werden Sie denken, dass die steigenden Preise auch eine gute Seite haben. Denn kaufen Sie jetzt, haben Sie in den nächsten Jahren eine schöne Wertsteigerung zu erwarten. Doch auch diese Rechnung stimmt nur bedingt. Denn einerseits sind die durchschnittlichen Preiszuwächse schon jetzt nicht mehr so hoch wie sie kurz nach der Finanzkrise von 2008/09 waren. Andererseits kommt es stets auf viele Faktoren an, allen voran auf die Lage.

In Wien zum Beispiel ist einer Auswertung von immowelt.at zufolge in Mariahilf allein im Vorjahr der Preis pro Quadratmeter um fast 18 Prozent auf 4.900 Euro gestiegen. Ebenso zogen in den noch relativ günstigen Bezirken Ottakring und Simmering die Preise deutlich an. In drei Wiener Bezirken hingegen sanken die Preise. Das waren die schon seit Jahren sehr hochpreisige Josefstadt sowie Alsergrund und Meidling.

Kredit- und Nebenkosten beachten

Bedenken sollten Sie außerdem, dass die Zinsen nicht ewig auf dem historisch niedrigen Niveau bleiben werden, auf dem sie heute sind. Experten erwarten spätestens 2019 eine Zinswende auch in Europa. Das heißt, die Europäische Zentralbank (EZB) wird – so wie die US-Notenbank Fed es bereits im Vorjahr tat – den Leitzins anheben, was sich unmittelbar auf Kredite auswirkt: Sie werden in den nächsten Jahren wohl wieder teurer werden.

Neben den Kreditkosten kommen zum Kaufpreis auch noch die Nebenkosten hinzu: Ein Makler verrechnet im Normalfall drei Prozent vom Kaufpreis plus Mehrwertsteuer, die Grunderwerbsteuer beträgt 3,5 Prozent, die Eintragung ins Grundbuch 1,1 Prozent und auch für die Vertragserrichtung durch den Anwalt oder Notar fallen Gebühren an. Diese sind unterschiedlich, aber mit mindestens zwei Prozent vom Kaufpreis sollten Sie auch hier kalkulieren.

Persönliche Lebenssituation entscheidet

In Summe also sind die Zeiten vorbei, in denen sich Eigentum zu Schnäppchenpreisen erwerben ließ. Entscheidend ist letztlich die persönliche Lebenssituation. Planen Sie, langfristig an einem Ort zu wohnen und haben Sie genug Eigenkapital, kann sich die Investition in eine Eigentumsimmobilie immer noch lohnen. Als Faustregel gilt, dass mindestens 30 Prozent Eigentum vorhanden sein soll. Angesichts der bevorstehenden Steigerung bei den Kreditkosten schadet es allerdings auch nicht, wenn es etwas mehr ist.

Biallo-Tipp: Lassen Sie das Geld aber nicht am Girokonto liegen, um es dann, wenn Ihnen die perfekte Wohnung begegnet, jederzeit verfügbar zu haben. Dort bekommen Sie nämlich meist gar keine Zinsen. Legen Sie das Geld inzwischen lieber in Form von Tagesgeld bei einer Direktbank an. Denn wie der Tagesgeld-Vergleich von biallo.de zeigt, gibt es durchaus Institute, die auch in der derzeitigen Niedrigzinsphase eine attraktive Verzinsung bieten.
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