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Geldanlage
 
14.04.2013

Geldanlage In Sachwerte investieren?!

Von Manfred Lappe
Noch immer herrscht große Unsicherheit bei den Anleger und Investoren, wohin man sein Kapital investieren soll. Und sehr schnell kommt dann auch die klare Antwort: in Sachwerte! Nur so sei das Kapital sicher!
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Dipl.-Kfm. Manfred Lappe ist Inhaber von Manfred Lappe Consulting und Autor zahlreicher Fachbücher zum Thema Finanzen
Was aber genau versteht man eigentlich unter dem ominösen Sammelbegriff: „Sachwerte“? Das Gabler Wirtschaftslexikon versteht hierunter entweder den so genannten Reproduktionswert (Substanzwert, Wiederherstellungswert) oder im übertragenen Sinn: Von Geldwertschwankungen unabhängiges (die Inflation im Wert kompensierendes) Gut.
Beide Bedeutungen sind auch insofern sehr ähnlich, als dass der Wiederbeschaffungswert bei steigenden Preisen auch ansteigt und damit einen Ausgleich zur Inflation bildet. Daneben wird in anderen Erklärungen hervorgehoben, dass Sachwerte physisch angreifbar und das Gegenteil von bloßen Rechten oder Papiergeld seien.
Im Wesentlichen ergibt sich für Sachwerte, dass mit ihnen eine besondere Schutzhoffnung verbunden wird: Schutz vor Inflation, Schutz von Geldentwertung im Sinne einer Währungsreform, des schnellen Untergangs, etc.
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Beispiele für gute Sachwerte werden einem insbesondere von Verkäufern oder Vermittlern schnell genannt: Immobilien, Aktien, Edelmetalle, Schiffe, etc.

Wer jetzt (vor-)schnell der Assoziation dieser Veranlagungsarten mit Sicherheit folgt – geht sehr schnell in die Irre.

Erstens einmal kennen alle genannten sogenannten Sachwerte Preisänderungen, die sich so nicht rein durch die Inflation erklären lassen. Aus historischer Betrachtung gab es bei allen diesen Veranlagungen sogar Zeiten mit Preisrückgängen, obgleich zur gleichen Zeit die Inflation anstieg. Oder auch Preissteigerungen, die sich nicht durch eine Inflationsrate erklären ließ.

Zweitens sind die Kosten für einige der so genannten Sachwerte (z.B. Schiff) so hoch, dass der normale Anleger diese nicht direkt, sondern über eine Gesellschaft kauft. Dies beinhaltet zusätzliche Gefahren auf der Ebene der Gesellschaft (z.B. Missmanagement, Fehlentscheidungen, etc.), in jedem Fall aber zusätzliche Kosten. Diese betragen oft zwanzig Prozent des eingesetzten Kapitals, zum Teil auch mehr.

Drittens unterliegen auch etliche der so genannten Sachwerte der Abschreibung. Ein Bürogebäude ist nach 20 Jahren technisch veraltet und muss aufwändig saniert werden. Ein Schiff hat eine Lebensdauer von 22-25 Jahren und danach nur noch einen Schrottwert. Bei einer Bergwerksgesellschaft kann die Lagerstätte erschöpft sein, usw.

Der Begriff „Sachwert“ wird oft für die schnelle Lösung des Problems „Risiko“ und des Ziels „Sicherheit“ verwendet. Gegen das Ziel „Sicherheit“ ist nichts einzuwenden. Es erscheint jedoch sicherer, nicht den schnellen Lösungen zu vertrauen sondern sich vorsichtshalber ausführlich mit Funktionsweise und Hintergründen des angebotenen konkreten Sachwertes zu beschäftigen.

Dipl.Kfm. Manfred Lappe

Manfred Lappe (Jahrgang 1961) arbeitete nach dem Studium der Betriebswirtschaft zuerst fünf Jahre bei Andersen Consulting (accenture) als Berater für Banken und Kapitalanlagegesellschaften, danach als Selbstständiger in diesem Gebiet. Es folgte eine Tätigkeit als Vorstandssprecher einer deutschen Wertpapierhandelsbank. Heute ist er allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für das Gebiet Wertpapiere und Fonds in Österreich. In bisher neun Büchern beim Verlag Konsument erklärt er in verständlichen Worten die Themen Kredit, Veranlagungen, Pensionsvorsorge und Steuern.
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