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Währungskrisen
 
27.07.2011

Währungskrisen Chinas Währung als Alternative zum Dollar?

Von Erwin J. Frasl
Biallo.at sprach mit der Leiterin des Dachfonds-Bereichs der BAWAG P.S.K. INVEST Dr. Silvia Cova über Chancen und Gefahren von Gold als Geldanlage, die Folgen des jüngsten EU-Gipfels zur Euro-Rettung und Chinas Währung als Alternative zum US-Dollar.
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Dr. Silvia Cova, Leiterin des Dachfonds-Bereichs der BAWAG P.S.K. INVEST: " Langfristig könnte China mit seiner Währung eine glaubwürdige Alternative darstellen"

Biallo.at: Was spricht angesichts ständig neuer Rekorde beim Goldpreis jetzt noch dafür Geld in Gold zu investieren und welche guten Argumente gibt es, jetzt aus Gold auszusteigen und Gewinne mitzunehmen? 

Silvia Cova: Pro-Gold: Es gibt derzeit kein echtes Dollar-Substitut als Wertreserve. Gold ist das einzige und ist umso attraktiver geworden, da die Verschuldungsobergrenze in den USA noch nicht gelöst ist. Sobald von der politischen Seite ein Zeichen gesetzt wurde, sollte der Goldpreis zu einer zumindest kurzfristigen Pause kommen. Insofern, dass die negative Stimmung der Investoren und kein messbarer Faktor die kräftigste Treibkraft hinter dem steigenden Goldpreis ist, ist schwer zu prognostizieren, wann wir eine Entspannung sehen.

Contra-Gold: Gold ist ein nicht produktives Investment. Daher auch ein Mittel der Spekulation. Solange seine Rolle als Wertspeicher von keinem glaubwürdigen Substitut in Frage gestellt wird, behält es auch seine Stärke. Kurzfristig gibt es keine echte Alternative, insbesondere wenn man die FX-Reserven betrachtet. Langfristig könnte China mit seiner Währung eine glaubwürdige Alternative darstellen.

Biallo.at: Wer in Gold investieren möchte hat eine große Auswahl - Goldaktien, Fonds, ETFs, Goldbarren, Goldmünzen oder etwa Xetra-Gold? Wie gibt es für Anleger die besten Chancen?

Cova: Die reine Goldwette sollte mit Barren oder Münzen eingegangen werden. Andere Instrumente verursachen Extrakosten und haben etwas weniger transparente Bedingungen. Wer aber aus reiner Spekulation ein produktives Investment bevorzugt, sollte lieber in Goldaktien oder Goldfonds investieren und damit in Unternehmen, die vom Goldpreis profitieren und eine Wertkette daraus schöpfen können.

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Biallo.at: Einige Ökonomen sind davon überzeugt, dass trotz der Beschlüsse beim jüngsten EU-Gipfel in Brüssel Pleiten der Euro-Länder Griechenland, Portugal und Irland nicht zu verhindern sind. Hat der jüngste EU-Gipfel die Chancen der maroden Euro-Länder verbessert, am Staatsbankrott vorbei zu schlittern?


Cova: Selbstverwirklichende Prophezeiungen sind schuld am Ausmaß vieler Phänomene. Wenn die EU-Beschlüsse glaubwürdig wirken, ist das Problem der europäischen Sovereigns auch teilweise selbstheilend. Wenn der Vertrauensmangel länger anhält, wird sich die Lage unmittelbar verschärfen.

Biallo.at: Viele Anleger haben Angst um ihre Geldanlagen. Wo und wie können Anleger ihr Geld am Besten in Sicherheit bringen?

Cova: Breite Diversifikation ist die einzige Methode, um in jedem Marktumfeld Risiken zu minimieren.

Biallo.at: Die Inflation ist zuletzt schon auf 3,3 Prozent gestiegen – kann man da Anlegern überhaupt noch zu längerfristigen Geldanlagen raten oder ist es sinnvoller, möglichst viel Geld in Immobilien wie Eigentumswohnungen, Vorsorgewohnungen oder wenn das Geld vorhanden ist, in Zinshäuser umzuschichten, um sich mit Sachwerten vor einem stärkeren Ansteigen der Geldentwertung in den nächsten Jahren zu schützen?

 Cova: Eigentumswohnungen sind meistens eine gute Investition, weniger jedoch wegen des monetären Ertrags. Im Vordergrund stehen der persönliche Vorteil sowie der langfristige Zeithorizont, der die nächsten Generationen einbeziehen könnte. Der Immobilienmarkt zeigte in unserer Lebenserfahrung meistens nach oben, die Liquidität sollte jedoch ständig vor Augen behalten werden. Auch auf die damit verbundenen Kosten sollte geachtet werden. Auch in diesem Punkt gilt das Prinzip der guten Diversifikation.

Dr. Silvia Cova

Ausbildung

  • 1987 - 1994 Università Commerciale Luigi Bocconi, Mailand, Italien. Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften: Schwerpunkt auf internationaler Wirtschaft. Abschluß cum laude im März 1994.
  • Feb - Juni 1992 Wirtschaftsuniversität Wien, Österreich. Austausch im Rahmen des Program of International Management.
  • Feb - Juni 1994 Ecole des Hautes Etudes Commerciales (HEC), Jouy-en-Josas, Frankreich. Austausch im Rahmen des CEMS Masters in European Management. Abschluß im Februar 1996.
  • Nov 2001 Abschluß vom Chartered Financial Analyst Programm.

Berufserfahrung

  • Dez 1994 - Juni 1997 ING Group, Mailand, Italien. Assistant Fund Manager für die amerikanischen und italienischen Aktienfonds mit Hauptverantwortung im Bereich small cap stocks.
  • Gruppo Banca Popolare di Vicenza, Mailand, Italien.
  • Juni 1997 - Dez 1998 - Banca Bigest S.p.A.: Equity Portfolio Manager zuständig für die Verwaltung der internationalen Aktienportfeuilles durch Fonds. Koordinierung des Portfolio-Managements von gehobenen Kunden.
  • Jan 1999 – Juli 2000 - B.P.Vi. Fondi S.G.R.: Stock picking für die italienischen und europäischen Aktienportefeuilles. Zuständig für asset allocation und fund selection der globalen Fondsportfeuilles.
  • Aug 2000 – bis dato BAWAG und anschließend BAWAG P.S.K. Invest GmbH, Wien, Österreich. Leitung vom Dachfondsmanagement; portfolio management von internationalen Aktien- und Aktiendachfonds sowie von gemischten Fonds, laufende Portfoliosteuerung durch stock und fund picking; multiasset management von absolute return Mandaten; Mitgestaltung und Mitentscheidung im asset allocation Prozeß.
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