Newsletter:
Suche:
Facebook Twitter Google
Ihr Finanzportl für Österreich
Sonntag, 26.10.2014 07:56 Uhr
Startseite | RSS | Inhalt |
Anlegerschutz
 
24.07.2009

Anlegerschutz Mehr Produktinformation im Internet

Von Erwin J. Frasl
Immer kompliziertere Finanzprodukte stellen Anlegern hohe Renditen in Aussicht. Welche Risiken damit verbunden sind, ist selten klar. Höchste Zeit, dass das Parlament Anleger mit einer Produktkennzeichnung und verpflichtenden Produktinformationen im Internet schützt.
Der sicherste Kredit ist der, der gar nicht vergeben wird. Das scheint das aktuelle Motto der Banken bei der Unternehmensfinanzierung zu sein. Immerhin stöhnen die Unternehmen querdurch, dass ihnen die Banken keine ausreichenden Kredite zur Verfügung stellen. Die Kreditinstitute konzentrieren sich offenbar lieber auf die privaten Kunden. Das erhöht die Gefahr, dass die Auslöser der aktuellen Finanzkrise schnell wieder in Vergessenheit geraten.


Rücksichtslose Banker als Ursache der Finanzkrise

Damit dies nicht passiert, ist es immer wieder hilfreich, sich daran zu erinnern, dass rücksichtslose Bankmanager Finanzprodukte zusammengestellt haben, in denen die Risiken dieser Produkte so gut versteckt waren, dass sie den potenziellen Kunden mit flotten Werbesprüchen wunderbar verkauft und so die Anleger, darunter auch viele Kleinanleger, weltweit abgezockt werden konnten. Denn die Risiken landeten letztendlich bei den privaten Sparern, die sich beim Kauf von Geldanlageprodukten nicht ausreichend über die Gefahren informiert haben, die in diversen Finanzprodukten lauerten.

Prüfen Sie stets die "Garantiegeber"

Ein Beispiel dafür sind sogenannte Garantieprodukte. Das Wort Garantie vermittelt vielen Anlegern eine Sicherheit, die aber nicht immer gewährleistet ist, wie etwa jene Beispiele zeigen, in denen die 2008 pleite gegangenen US-Investmentbank Lehman Brothers mit einst 28.000 Mitarbeitern der Garantiegeber war. 

Lesen Sie auch

Fall AWD
Gericht muss Vorwürfe klären

MEL-Zertifikaten
Vermittler vor Gericht

Anlagebetrüger
Die nächsten Madoffs sind schon unter uns

Verein für Konsumenteninformation
Lebensversicherungen nicht empfehlenswert

Urteil des Handelsgericht Wien
Klauseln bei „Snowball Bonds“ der Erste Bank gesetzwidrig

Drastische Pensionskürzungen
2.600 Pensionisten klagen bei Höchstgericht

Verdacht der Untreue
Prominenter Banker Meinl verhaftet

Verkaufsdruck auf Bankmitarbeiter steigt

Die Zurückhaltung der Kreditinstitute bei der Kreditvergabe an Unternehmen, die eine Säule des Bankgeschäftes darstellt, muß also zwangsweise woanders wettgemacht werden. Bei den Privaten. Kein Wunder, dass die Bankangestellten unter wachsendem Druck stehen, anstatt einfacher Finanzprodukte immer öfter komplizierte Finanzanlagen, die für die Bank höhere Erträge abwerfen, an die werte Kundschaft zu verkaufen. Zu den wichtigen Verkaufsargumenten gehört dabei auch, die Chance auf hohe Renditen in Aussicht zu stellen, damit jeder, der bisher auf einfache Finanzprodukte gesetzt hat, sich wie vor der Finanzkrise allmählich wieder als "Depp" fühlt.

Der Abschlussdruck, der auf den Bankmitarbeitern lastet und an die Kunden weitergegeben wird, führt dazu, dass Menschen, die wenig Erfahrung mit Wirtschaft und noch weniger mit Anlageprodukten haben, in Anlagen investieren, die sie gar nicht verstehen. Auch wenn sie in den notwendigen Beratungsprotokollen mit ihrer Unterschrift bestätigen, ausreichend informiert worden zu sein.

Zeit, dass das Parlament die Anleger schützt

Höchste Zeit also, dass unser Parlament sich der Sache ernsthaft annimmt und eine verpflichtende Produktkennzeichnung gesetzlich verankert, in der in allgemein verständlicher Sprache auf die Risiken eines Finanzproduktes aufmerksam gemacht wird - und dies den Anlegern vor Vertragsabschluss verpflichtend ausgehändigt wird.

Und in Zeiten des Internet sollten die Parlamentarier auch gleich beschließen, dass die Konditionen von Kapitalmarktprodukten für die Anleger im Internet abrufbar sind.
Sonst werden wir in einigen Jahren die nächste Finanzkrise erleben und uns wieder wundern, wie faule Anlageprodukte unser Finanzsystem infizieren und ins Wanken bringen konnten.

Leserkommentare
Kommentar schreiben
Name:
E-Mail:

Code hier eingeben:
Überschrift:
Kommentar:
Hop oder top

Hop oder topNeun Tipps für die Börse

Der Mix macht's angeblich - doch das reicht nicht: Wer in Aktien und Fonds investiert, muss sich mit einigen Regeln vertraut machen, um keine Bauchlandung zu erleiden. zum Artikel

Foto: biallo.at ID:206
Anzeige
Tagesgeld
Nr. Anbieter Zins  
1
1,40 %
zur Bank
2 Array
1,20 %
zur Bank
3 Array
1,10 %
zur Bank
4 Array
1,05 %
zur Bank
5 Array
1,00 %
zur Bank
Laufzeit:3 Monate; Betrag 20.000 Euro
Anzeige
Anzeige
Festgeld
Nr. Anbieter Zins  
1
1,60 %
zur Bank
2 Array
1,50 %
zur Bank
3 Array
1,50 %
zur Bank
4 Array
1,45 %
5 Array
1,45 %
Laufzeit:12 Monate; Betrag 20.000 Euro
Gastkommentar
Christoph Kirchmair

von Christoph Kirchmair

Brauchen Kreditnehmer einen Makler?

Die Leitzinsen und Referenzzinssätze für Wohnkredite purzeln, doch die einzelnen Kreditinstitute reagieren völlig unterschiedlich darauf. Da heißt es aufpassen.

» Lesen
» Archiv
Kolumne
Erwin J. Frasl

von Erwin J. Frasl

Kredite

Nützen Sie die Zins-Geschenke

Es gibt Banken, die zahlen ihren Kunden für Ersparnisse nur noch 0,25 Prozent Zinsen pro Jahr oder noch weniger. Da lohnt es zu prüfen, ob Sie sich höhere Sparerträge sichern können, indem Sie mit einem Teil Ihrer Ersparnisse und einem günstigen Kredit sinnvolle Investitionen tätigen.

» Lesen
» Archiv
Frasl fragt
Sparindex
Tagesgeld
Tagesgeld-Index sterreich
Durchschnittszins, 10.000 Euro
Sparindex
Festgeld
Tagesgeld-Index sterreich
Durchschnittszins, 10.000 Euro
© 2014 Biallo & Team GmbH - info@biallo.at - Impressum - Datenschutz