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Anlegerschutz
 
24.07.2009

Anlegerschutz Mehr Produktinformation im Internet

Von Erwin J. Frasl
Immer kompliziertere Finanzprodukte stellen Anlegern hohe Renditen in Aussicht. Welche Risiken damit verbunden sind, ist selten klar. Höchste Zeit, dass das Parlament Anleger mit einer Produktkennzeichnung und verpflichtenden Produktinformationen im Internet schützt.
Der sicherste Kredit ist der, der gar nicht vergeben wird. Das scheint das aktuelle Motto der Banken bei der Unternehmensfinanzierung zu sein. Immerhin stöhnen die Unternehmen querdurch, dass ihnen die Banken keine ausreichenden Kredite zur Verfügung stellen. Die Kreditinstitute konzentrieren sich offenbar lieber auf die privaten Kunden. Das erhöht die Gefahr, dass die Auslöser der aktuellen Finanzkrise schnell wieder in Vergessenheit geraten.


Rücksichtslose Banker als Ursache der Finanzkrise

Damit dies nicht passiert, ist es immer wieder hilfreich, sich daran zu erinnern, dass rücksichtslose Bankmanager Finanzprodukte zusammengestellt haben, in denen die Risiken dieser Produkte so gut versteckt waren, dass sie den potenziellen Kunden mit flotten Werbesprüchen wunderbar verkauft und so die Anleger, darunter auch viele Kleinanleger, weltweit abgezockt werden konnten. Denn die Risiken landeten letztendlich bei den privaten Sparern, die sich beim Kauf von Geldanlageprodukten nicht ausreichend über die Gefahren informiert haben, die in diversen Finanzprodukten lauerten.

Prüfen Sie stets die "Garantiegeber"

Ein Beispiel dafür sind sogenannte Garantieprodukte. Das Wort Garantie vermittelt vielen Anlegern eine Sicherheit, die aber nicht immer gewährleistet ist, wie etwa jene Beispiele zeigen, in denen die 2008 pleite gegangenen US-Investmentbank Lehman Brothers mit einst 28.000 Mitarbeitern der Garantiegeber war. 

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Verkaufsdruck auf Bankmitarbeiter steigt

Die Zurückhaltung der Kreditinstitute bei der Kreditvergabe an Unternehmen, die eine Säule des Bankgeschäftes darstellt, muß also zwangsweise woanders wettgemacht werden. Bei den Privaten. Kein Wunder, dass die Bankangestellten unter wachsendem Druck stehen, anstatt einfacher Finanzprodukte immer öfter komplizierte Finanzanlagen, die für die Bank höhere Erträge abwerfen, an die werte Kundschaft zu verkaufen. Zu den wichtigen Verkaufsargumenten gehört dabei auch, die Chance auf hohe Renditen in Aussicht zu stellen, damit jeder, der bisher auf einfache Finanzprodukte gesetzt hat, sich wie vor der Finanzkrise allmählich wieder als "Depp" fühlt.

Der Abschlussdruck, der auf den Bankmitarbeitern lastet und an die Kunden weitergegeben wird, führt dazu, dass Menschen, die wenig Erfahrung mit Wirtschaft und noch weniger mit Anlageprodukten haben, in Anlagen investieren, die sie gar nicht verstehen. Auch wenn sie in den notwendigen Beratungsprotokollen mit ihrer Unterschrift bestätigen, ausreichend informiert worden zu sein.

Zeit, dass das Parlament die Anleger schützt

Höchste Zeit also, dass unser Parlament sich der Sache ernsthaft annimmt und eine verpflichtende Produktkennzeichnung gesetzlich verankert, in der in allgemein verständlicher Sprache auf die Risiken eines Finanzproduktes aufmerksam gemacht wird - und dies den Anlegern vor Vertragsabschluss verpflichtend ausgehändigt wird.

Und in Zeiten des Internet sollten die Parlamentarier auch gleich beschließen, dass die Konditionen von Kapitalmarktprodukten für die Anleger im Internet abrufbar sind.
Sonst werden wir in einigen Jahren die nächste Finanzkrise erleben und uns wieder wundern, wie faule Anlageprodukte unser Finanzsystem infizieren und ins Wanken bringen konnten.

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