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ÖVAG mit 607 Millionen Euro Verlust

2010 soll wieder Gewinne bringen

09.11.2009
Von Erwin J. Frasl
In den ersten drei Quartalen 2009 erwirtschaftet die Österreichische Volksbanken-AG (ÖVAG) ein operatives Ergebnis von 307 Millionen Euro. Erhöhte Risikovorsorgen, Korrekturen von Beteilungsansätzen und Bewertungsansätze für Immobilien führten aber zu einem Verlust von 607 Millionen Euro vor Steuern.

Die Bilanzsumme der Österreichische Volksbanken-AG (ÖVAG) erreichte zum 30. September 2009 54 Miliarden Euro, ein Plus von 2,6 Prozent oder 1,4 Miliarden Euro gegenüber dem Jahresbeginn. Die Verwaltungsaufwendungen konnten im Jahresvergleich um 42 Millionen (8,25 Prozent) gesenkt werden.

Gerald Wenzel, Vorstandsvorsitzender der Österreichische Volksbanken-AG, ist vor sechs Monaten mit dem Ziel angetreten, die Sanierung und Neuausrichtung der ÖVAG voranzutreiben. "Wir setzen alles daran, den ÖVAG Konzern nachhaltig auf die
Erfolgsspur zurückzuführen", kommentiert Wenzel den Verlust von 607 Millionen Euro vor Steuern.

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Bündel an Maßnahmen für Turnaround

Zu den dabei notwendigen Maßnahmen zählen unter anderem der geplante Verkauf von fünf Retail-Banken in den Volksbanken Sektor, eine deutliche Reduktion der Verwaltungskosten sowie eine möglichst rasche Abschichtung des staatlichen Partizipationskapitals". Mit diesen Maßnahmen will die ÖVAG 2010 den Turnaround schaffen. Im dritten Quartal 2009 verfügt die ÖVAG trotz des Verlustes über eine Kernkapitalquote von 8,5 Prozent, bei einer Eigenmittelquote von elf Prozent.
Für das vierte Quartal wird mit weiteren Belastungen aus der Neubewertung von Beteiligungsansätzen bzw. der Erhöhung von Risikovorsorgen gerechnet, allerdings in einem geringeren Umfang als im dritten Quartal. Aufgrund des nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Umfelds kann eine Ausschüttung 2011 für das Geschäftsjahr 2010 der gewinnabhängigen Kapitalinstrumente aus heutiger Sicht nicht in Aussicht gestellt werden, so die ÖVAG. 
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