Neukredite an den Sektor nichtfinanzielle Unternehmen erreichten mit 6,6 Milliarden Euro einen etwas geringeren (um 0,1 Milliarden Euro) Wert als im Vormonat. Der Anteil von kurzfristig (bis 6 Monate) vergebenen Unternehmenskrediten wurde bereits zum vierten Mal in Folge gesenkt und erreichte mit 74 Prozent an den gesamten Unternehmenskrediten (Mai: 75 Prozent) den niedrigsten Wert seit Erhebung dieser Statistik. Bei revolvierenden Krediten konnte das neu vergebene Volumen des Vormonats mit 1,2 Milliarden Euro gehalten werden.
Fremdwährungskredite sinken kontinuierlich
Die Analyse des Gesamtvolumens aushaftender Kredite zeigt für Ende Juni 2010 bezüglich der Kredite an private Haushalte einen aushaftenden Stand von rund 127 Milliarden Euro. Bei in Euro denominierten Krediten kam es auf Basis der Bestandsdaten zu einem Anstieg von rund 1 Milliarden Euro (1,2 Prozent), was den stärksten Anstieg seit Dezember 2008 bedeutete. Parallel dazu gab es im Fremdwährungsbereich – mittlerweile bereits zum 13. Mal in Folge – einen deutlichen wechselkursbereinigten Rückgang um 0,4 Milliarden Euro (- 1,1 Prozent) auf 38,4 Milliarden Euro.
Das Volumen der Kredite in allen Währungen an Unternehmen stieg im Vergleich zur Vorperiode um 0,6 Milliarden Euro und betrug im Juni 2010 rund 135 Milliarden Euro. Analog zu der Entwicklung bei den privaten Haushalten kam es zu dem Anstieg aufgrund der positiven Entwicklung im Eurokreditbereich (+ 0,8 Milliarden), während das Volumen von Fremdwährungskrediten an inländische Unternehmen (um 0,2 Milliarden) abnahm.

