Startseite | Impressum | | RSS | biallo.de | geldsparen.de | biallo-unternehmen.de | bialloblog.de
Samstag, 11.02.2012
Suche:
Versenden
Kommentieren
Drucken
auf Facebook teilen
Twittern

„Tyrannei“ der internationalen Finanz-Lobby

EU-Politik sieht tatenlos zu

02.07.2010
Von Ulrike Lunacek
Würden Rat und Kommission Vorschläge des Europaparlamentes aufgreifen, wäre die EU handlungsfähiger. Hier wird der mangelnde politischer Wille der Regierungen sichtbar.
„Tyrannei“ der internationalen Finanz-Lobby EU-Politik sieht tatenlos zu
Ulrike Lunacek ist Delegationsleiterin der Österreichischen Grünen im Europaparlament und außenpolitische Sprecherin der Fraktion der Grünen/EFA.
Ohnmächtig ist die EU beileibe nicht, aber dem Rat – das heißt den Regierungen der Mitgliedstaaten – fehlt der politische Wille, um endlich die von ihnen selbst zu Beginn der Finanzkrise angekündigten Taten zu setzen. Und würden sich Rat und Kommission nach den Vorschlägen des Europaparlamentes richten, dann wäre es unmöglich Ohnmacht mit EU zu assoziieren.

Doch nach dem Scheitern des G20-Gipfel in Toronto ist offensichtlich, dass die RegierungschefInnen keine Lehren aus der Finanzkrise ziehen wollen. So wie seit Jahren bei Klimafragen zeigt sich jetzt beim Finanzmarkt erneut: Die Strategie der RegierungschefInnen der EU, der G8- oder G20-Länder, auf globale Regeln zu setzen, endet in weltweiter Lähmung und Handlungsunfähigkeit. Sowohl eine global abgestimmte Finanzmarktregulierung als auch die Einführung einer internationalen Finanztransaktionssteuer sind erneut in weite Ferne gerückt.


„Tyrannei“ der internationalen Finanz-Lobby

Anstatt sich aber den Blockaden auf internationaler Ebene zu beugen, muss Europa handeln. „Gerechtigkeit ohne Stärke ist Ohnmacht, Stärke ohne Gerechtigkeit ist Tyrannei“, sagte einmal Blaise Pascal. Was wir gerade erleben, ist zweiteres: Die „Tyrannei“ der internationalen Finanz-Lobby. Was uns fehlt, ist Gerechtigkeit gepaart mit Mut und Stärke, oder anders gesagt, die Rückkehr der Politik als Handlungs- und Entscheidungsträger.

Die Länder der Eurozone erfüllen alle Voraussetzungen, um eine Finanztransaktionssteuer fürs erste auch im Alleingang einführen zu können. Die Staats- und RegierungschefInnen der Euro-Staaten müssen dies nur endlich tun. Und dann gleich weitermachen mit harten Regeln für die Finanzmärkte in der Europäischen Union, so wie das Europäische Parlament dies in seiner jüngsten Resolution vorgeschlagen hat. 


Finanztransaktionssteuer in der Eurozone

Wir Grüne fordern, dass nun die Eurogruppe (wenn und weil Großbritannien nicht mitmachen will) einen Beschluss zur Einführung der Finanztransaktionssteuer in der Eurozone fasst. Diese schafft nicht nur Staatseinnahmen, sondern dämpft auch die Spekulation. Und darum geht es ja letztlich bei all diesen Regelungsmaßnahmen, wie der Forderung nach einer europäischen Ratingagentur, einer gemeinsamen europäischen Finanzmarktaufsicht, die diesen Namen verdient, nach mehr Befugnissen für Eurostat und der Regulierung von Hedgefonds, Private Equity Fonds & Co: Dass wir das weltweite Kasino schließen, das uns in dieses Finanzdesaster geführt hat und der Gerechtigkeit – also transparenten Regeln und Kontrolle – mit Stärke zum Durchbruch verhelfen.

Ulrike Lunacek

Geboren am 26.Mai 1957 in Krems an der Donau, Volksschule in Amstetten und Wien, Realgymnasium (Matura), High School in Boone, Iowa, USA, Studium an der Universität Innsbruck, Dolmetsch Englisch und Spanisch (Maga. phil.).

Politische Arbeit:

1995: kandidierte Ulrike Lunacek erstmals für die Grünen
1996 – 1998: Bundesgeschäftsführerin
seit 1999: Nationalratsabgeordnete im Grünen Klub zuständig für Außen- und
Entwicklungspolitik sowie für die Gleichstellung von Lesben, Schwulen und TransGenderPersonen
seit 1999: stv. Vorsitzende des Außenpolitischen Ausschusses
seit 2002: Fraktionsvorsitzende im Hauptausschuss
Mai 2006: Wahl zur Sprecherin der Europäischen Grünen Partei (EGP) Artikel: Ulrike Lunacek über ihre neue Aufgabe

2009 - Abgeordnete zum Europaparlament

Aufgaben: Mitglied im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten, Co-Koordinatorin im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten, Mitglied des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung, Ersatz-Mitglied beim Ausschuss für Frauenrechte, Mitglied der Delegation Südkaukasus, sowie Balkan (stellv.), Mitglied der LGBT Intergroup

Weitere Aufgaben: Spokesperson of Austrian Greens for European Affairs, Delegationsleiterin der österreichischen Delegation zum Europaparlament, Co-Sprecherin beim EGP.

Versenden
Kommentieren
Drucken
auf Facebook teilen
Twittern

Leserkommentare

Name:
Email:

Ziffernfolge hier eingeben:
Überschrift:
Kommentar:
Foto: Die Grünen - Peter Rigaud ID:909
Nach Oben
Anzeige
Biallo präsentiert

Sparen wie die Holländer!

Mit 2,55% p.a. Zinsen für täglich fälliges Geld bei der Amsterdam Trade Bank. Nirgendwo sonst gibt es diese Tradition des Sparens. Nirgendwo sonst sind die Einlagen sicherer als in den Niederlanden
www.atbank.at
Gastkommentar von Johann Wally
Johann Wally

Eigenheimfinanzierung

Bauspardarlehen oder Hypothekarfinanzierung?

Der Kauf oder Bau eines Eigenheims ist ein großes Vorhaben, das gut überlegt sein will. Denn die Verwirklichung der Wohnträume ist mit hohen Kosten verbunden. Darüber hinaus erfordert die Investition in eine Immobilie viele Entscheidungen, die sich erst in der Zukunft als richtig oder eher ungünstig erweisen. Eine davon ist die Wahl der richtigen Finanzierungsform.
Lesen
Archiv
Frasl fragt
Kolumne von Erwin J. Frasl
Erwin J. Frasl

Baufinanzierung

Kreditzinsen sind nicht ewig günstig

In wenigen Wochen startet die neue Bausaison. All jene, die eine Finanzierung für ihre Bauvorhaben benötigen, profitieren derzeit von besonders niedrigen Zinsen.
Lesen
Archiv
Kredit-Vergleich
Finden Sie Kreditkonditionen von österreichischen Banken in unserem Kredit Online-Vergleich
Laufzeit:
Kreditsumme in EURO
Anbieter Anzeigen
Anzeige
Aktueller Silberpreis
[Most Recent Quotes from www.kitco.com]
.
© 2012 Biallo & Team GmbH - info@biallo.at - Impressum - Datenschutz