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Freitag, 18.05.2012
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Edelmetall-Experte Stöferle

Ich sehe keine Gold- und Silberblase

16.05.2011
Von Erwin J. Frasl
Trotz Gegenwind in den letzten Wochen konnte Gold die 1.500 US-Dollar-Marke deutlich überspringen. Für den Edelmetall-Experten der Erste Bank bleibt Silber weiterhin der Geheimtipp für Langfrist-Investoren. Warum 2011 die Hausse weitergehen wird.
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1.460 bis 1.550 US-Dollar, dies war in den letzten Wochen die Preismarge bei Gold. Der Goldpreis konnte sich seit 2001 sogar fast verfünffachen. Auf Euro-Basis hat der gelbe Rohstoff seitdem rund 13,5 Prozent pro Jahr zulegen können. Zugegeben haben viele Anleger zunehmend Sorge - unbegründet. Aufgrund von Goldkäufen seitens der indischen, saudiarabischen und chinesischen Notenbank, waren die Zentralbanken erstmals seit 20 Jahren Nettokäufer. Gold war und ist die beste Vermögensklasse der vergangenen zehn Jahre.


Silber mit neuem 30 Jahre-Hoch

Und Silber? Der oftmals als „Gold des kleines Mannes“ verkannte Rohstoff mauserte sich zum Schattenmann in Sachen Zukunftsinvestment. Ein neues30 Jahre-Hoch spricht eine deutliche Sprache. Auch wenn die Wertdichte derzeit noch gering ist, könnte Silber auch künftig weiterhin eine noch bessere Performance als Gold haben. Der aktuelle Silberpreis markiert jedenfalls erst den Beginn eines nachhaltigen Wachstumspfades.
 
Papiergeld wertlos?

Die Erste Group Experten sehen eine neue Phase des Bullenmarktes - bei Gold und Silber. Der Vertrauensverlust in Papiergeldwährungen schreitet rasannt voran, die über Jahrhunderte geprüfte Wertbeständigkeit des Goldes manifestiert sich immer mehr. Bester Beweis dafür, dass man beim aktuellen Preisniveau von einer Goldblase weit entfernt ist, ist der Vergleich zwischen Staatsverschuldung und Goldbeständen. Würde man die US-Staatsverschuldung mit zehn Prozent Gold decken, so müsste der Goldpreis auf 4.500 US-Dollar steigen. Die Experten der Erste Bank sehen mittelfristig einen Goldpreis von ca. 2.300 US-Dollar, auf Jahressicht werden mindestens 1.600 US-Dollar je Unze prognostiziert.

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Der Goldpreis müsste auf mehr als 7.000 Euro steigen

Der Goldpreis müsste aufgrund der Inflation bzw. des daraus erfolgten Kaufkraftverlustes auf mehr als 7.000 Euro steigen, um das Tageshoch von 850 Dollar des Jahres 1980 real zu übertreffen. Da ist also noch sehr viel Luft nach oben. Der langfristige Aufwärtstrend ist meines Erachtens trotz der Korrekturen in den vergangenen Wochen intakt.
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