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Blick in die Zukunft

So verändert das Internet die Bankenwelt

22.11.2009
Von Walter Mösenbacher
Für die klassischen Filialbanken ist das Privatkunden-Geschäftsmodell der Zukunft eine Kombination aller möglichen Vertriebskanäle. Das bedeutet auch, dass neben dem klassischem Filialbetrieb auch eine attraktive und moderne Online-Plattform angeboten werden muß.
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Walter Mösenbacher, Geschäftsführer e-force - Raiffeisen Internetkompetenzzentrum, setzt auf breites Angebot an Vertriebskanälen

Das Internet hat nicht nur bedeutende Auswirkungen auf die Gesellschaft, sondern auch auf die Finanzbranche. Banken werden in Zukunft immer mehr mit einer Gruppe von Kunden zu tun haben, die bereits mit dem Internet aufgewachsen sind und für die das World Wide Web ein integraler Bestandteil ihres Lebens ist. Diese Kunden erwarten von Finanzinstituten auch ein umfassendes Online-Angebot. Neben dem klassischen Online-Banking über PC, Laptop, mobile Device oder TV-Gerät wird es Videobanking, intelligente Avatare – also künstliche Personen in der virtuellen Welt – oder virtuelle Besichtigungen von Immobilienangeboten geben.

Auch wenn manches davon noch Zukunftsmusik ist, so sind schon Trends zu erkennen, die sich heute bereits abzeichnen:

Web 2.0 wird auch für Banken relevant: Immer mehr Menschen informieren sich vor dem Kauf eines Produktes auf verschiedenen Internetseiten. In Foren wird über Konditionen, Produktdetails und Konkurrenzangebote diskutiert. 

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Filialbanken werden zu Multikanalbanken: In den nächsten Jahren wird rund ein Drittel der Produktverkäufe über alternative Vertriebskanäle wie Internet oder Telefon stattfinden. Die Herausforderung für die Filialbanken ist, alle Vertriebskanäle optimal zu verknüpfen und das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt über den richtigen Kanal anzubieten.


Direktbanken:
Zusätzlich zu den üblichen Lockangeboten dringen die Direktbanken weiter in das Geschäftsfeld der klassischen Filialinstitute vor. Im Wettstreit um Kunden wandeln sich viele Nischenspieler zu Vollbanken.

Online-Shopping boomt

Viele Anbieter versuchen, den Banken bei  e-payments den Rang abzulaufen. Beim elektronischen Internet-Zahlungsverfahren liegt in Österreich die Kreditkartenzahlung voran, gefolgt von der eps-Online-Überweisung, die von der Raiffeisen Bankengruppe mitentwickelt und eingeführt wurde.

Was bedeuten diese Trends für klassische Banken?

Für Filialbanken ist das Privatkunden-Geschäftsmodell der Zukunft eine Kombination aller Vertriebskanäle. Die konsequente Weiterentwicklung des Multikanalansatzes ist die Antwort auf die Veränderungen in der Finanzbranche. Das bedeutet neben klassischem Filialbetrieb muss auch eine attraktive und moderne Online-Plattform angeboten werden.

So bieten heute Online-Banking-Plattformen wie etwa jene von Raiffeisen schon heute ein Service, das weit über das klassische Bankgeschäft hinaus geht. Das reicht vom Aufladen des Handys über Mails an den persönlichen Kundenbetreuer, Unwetterwarnungen per SMS, den Handel mit Wertpapieren bis hin zur Immobiliensuche.

Für die Zukunft des Bankgeschäfts bedeutet das, dass sich Banken immer den Entwicklungen der Gesellschaft und des Marktes anpassen müssen. Technologie – und somit das Internet hat einen bedeutenden Stellenwert im täglichen Leben der Österreicher eingenommen. Deshalb gilt auch in Zukunft, dass das Dreigespann Bankstelle / Berater / umfassendes Online Angebot der Schlüssel zum Erfolg ist. 

Walter Mösenbacher

Gastkommentator Walter Mösenbacher ist Geschäftsführer bei e-force - Raiffeisen Internetkompetenzzentrum. Er studierte in Graz Betriebswirtschaftslehre und ist seit 1995 bei Raiffeisen für den Themenbereich Internet / New Media verantwortlich. Von 1995 bis 2000 war Mösenbacher mit den Internetagenden der Raiffeisen Zentralbank (RZB) betraut Im Jahr 2000 wurde ihm der Aufbau und die Geschäftsführung der e-force übertragen. Die e-force ist als Raiffeisen Internetkompetenzzentrum für Forschung & Entwicklung, Strategie sowie Projektentwicklung der Raiffeisen Bankengruppe im Bereich Internet, e-business, mobile-business und New Media verantwortlich. 

Über eine Million Kunden nutzen das Raiffeisen Online Banking ELBA-internet. Raiffeisen ist Marktführer mit rund 40 Prozent Marktanteil und somit die klare Nummer 1 im Bereich Online Banking in Österreich. Zahlreiche Auszeichnungen wurden dem Internetauftritt der Raiffeisen Gruppe zuteil u.a. wurde das Online Angebot schon zur "Best Consumer Internetbank in Europe" vom Magazin global finance gewählt. Raiffeisen versteht sich als führender Multikanalanbieter in Österreich: Berater, Bankstelle und Internet sind für Raiffeisen auch zukünftig der Schlüssel zum Erfolg.
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