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Schutz vor Geldentwertung

Wo lohnt es für Anleger jetzt zu investieren?

02.03.2011
Von Wilfried Marco Thoerner
Die Geldentwertung nimmt wieder zu. Sie könnte heuer 2,4 Prozent erreichen und im kommenden Jahr sogar auf 2,5 Prozent klettern. Da heisst es für Anleger,Schutz für die Ersparnisse zu suchen.
Die globale Wirtschaft befindet sich weiterhin im Aufschwung. Österreichs Wirtschaft erholt sich von der massiven Wirtschaftskrise. Für heuer sind die heimischen Konjunkturexperten zuversichtlich und erwarten ein höheres Wirtschaftswachstum als zuletzt. Der Wirtschaftsaufschwung, aber auch die geopolitischen Unruhen, wie etwa in Libyen, lassen den Rohölpreis in die Höhe schnellen. Durch den stark gestiegenen Rohölpreis und die erhöhten Lebensmittelpreise ist ein Anstieg der Inflationsrate zu beobachten. Im Januar 2011 lag die Preissteigerung bereits deutlich über den Erwartungen. Dabei hat das Aufwärtsdrehen der Preisspirale erst begonnen.

 

Inflationsindexierte Anleihen als Schutz vor Geldentwertung

Anleger sollten auf diese Entwicklungen reagieren und das Thema Inflationsschutz bei der Portfolioallokation konstant berücksichtigen. Für den Ausgleich von Inflationsrisiken empfehlen sich inflationsindexierte Anleihen. Während Teuerungsraten die Realverzinsung bei konventionellen Nominalanleihen mindern, ist die Verzinsung bei inflationsindexierten Anleihen (ILBs) an die Entwicklungen eines Preisindexes gekoppelt. Während bei herkömmlichen Anleihen die Höhe der Kuponzahlungen und der Tilgung im Voraus feststehen, ist die Höhe der Kuponzahlung inflationsindexierter Anleihen erst nach Ablauf der Zinsperiode bekannt.  

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Anpassung an die Veränderung der Preisindizes

Inflationsindexierte Anleihen ähneln damit variabel verzinslichen Anleihen: Der Zinssatz ist nicht fest, sondern der Anleger erhält eine tägliche Anpassung an die Veränderung der Preisindizes. Durch die Verbindung zum Preisindex wird eine bestimmte reale Verzinsung gewährleistet und die Kaufkraft des angelegten Kapitals ungeachtet steigender oder fallender Inflationsraten konstant erhalten. Bei geringer Inflation sind die Zinserträge zwar niedrig, der reale Wert der Geldanlage bleibt jedoch jederzeit erhalten. ILBs eignen sich auch dann als Investment, wenn die Inflationsrate nicht so stark steigt wie erwartet.

Erwartete Inflationsentwicklung entscheidend

Denn nicht die aktuelle Inflationsrate ist ausschlaggebend für die Wertentwicklung inflationsindexierter Anleihen: Wichtiger ist die von den Marktteilnehmern erwartete Inflationsentwicklung und die Frage, ob sich künftige Inflations- oder Deflationsszenarien im Marktpreis der Anleihen korrekt widerspiegeln.

Besondere Vorteile genießen die Anleger, wenn inflationsindexierte Anleihen in ein Fondskonzept gegossen wurden. Denn hier kann der Fondsmanager aktiv auf die Umstände am kurzen und am langen Ende der Zinskurve reagieren und so das Risiko- und Renditeprofil der Anleger optimieren.

Chancen, die Aktien bieten

Inflationsindexierte Anleihen sind nur der erste Teil einer erfolgreichen Portfolioallokation. Hervorragende Investmentchancen ergeben sich für die Anleger heuer auch auf der Aktienseite. Höhere Dividenden und Aktienrückkaufprogramme wurden bereits von vielen Unternehmen für 2011 angekündigt. Davon können Anleger in besonderer Weise profitieren. Investmentstrategien mit einem klaren Fokus auf eine hohe Dividendenkontinuität und auf Aktienrückkaufprogramme liefern positive Effekte. Um Klumpenrisiken im Portfolio zu vermeiden, verfolgt KBC Asset Management dabei eine neutrale Branchen- und Länderallokation.

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