„Die Konsumenten zahlen bei Bankgeschäften seit Jahren drauf“, kritisiert Glatz. „Sie haben durch die Finanzkrise Milliarden verloren.“ So haben Verbraucher zum Beispiel einen Verlust ihres angesparten Vermögens, weil die Wertpapiermärkte verfallen sind. Zur Verdeutlichung: Rund 2.300 Euro netto beträgt das monatliche Durchschnittseinkommen der österreichischen Haushalte. Jeder dritte Haushalt, der Aktien besitzt, hat „nur“ ein Durchschnittseinkommen.
Fremdwährungskredite kaum rückzahlbar
Die Fremdwährungskredite sind durch Kursänderungen und den Verfall der Tilgungsträger kaum mehr rückzahlbar – und es gibt rund 250.000 Kreditverträge, die in Fremdwährung aushaften. Die Banken geben Zinsänderungen an Konsumenten nicht im notwendigen Ausmaß weiter. . „Es ist unakzeptabel, wenn Banken mit Unterstützung der Steuerzahler und auf Kosten der normalen Kreditnehmer Gewinne maximieren. Damit muss Schluss sein“, so Glatz. „Die Arbeitnehmer haben die Krise nicht verursacht, aber schon mehrmals dafür bezahlt.“
Daher fordert die AK: Runter mit den Kredit- und Überziehungszinsen, rauf mit den Sparzinsen. Außerdem fordert die AK mehr Konsumentenschutz bei Bankgeschäften: klarere und einfachere Produkte, mehr und verständlichere Informationens und mehr Transparenz bei Spesen.

