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Inflationsangst steigt

Immer mehr Haushalte ohne Geld

16.10.2011
Von Erwin J. Frasl
Die Inflation steigt offiziell auf 3,6 Prozent und mit ihr die Verbraucherpreise. Auch Jobs geraten in Österreich zunehmend in Gefahr. Den Privathaushalten geht vielerorts das Geld aus. Wege aus der drohenden Schuldenfalle.
Schulden Schuldenfalle Verschuldung Ing-Diba Finantportal Biallo.at
Wenn die Schuldenfalle zuschnappt.

Den finanziellen Überblick zu behalten ist nicht immer leicht

Die aktuelle Wirtschaftskrise erhöht die Gefahr in die Schuldenfalle zu tappen: Überall werden jetzt Waren und Dienstleistungen mit Rabattversprechen zum Kauf angeboten. Da gilt es sich bewusst zu machen, wie gefährlich es ist, wenn die Ausgaben die Einnahmen auf Dauer übersteigen. Andrea Fleischhacker von der ING-Diba Direktbank Austria mit den wichtigsten Tipps zur Kostenkontrolle:

  • Wie viel gebe ich genau aus? Ausgaben sollten grundsätzlich nach Sinn, Zweck und Angemessenheit durchforstet werden. Dazu gehört es auch, sämtliche Aufwendungen einmal einen Monat lang aufzulisten. Von der Miete über das Mobiltelefon bis zu Lebensmitteleinkäufen, Bekleidung oder der täglicher Zeitung. So sehen Sie genau, wofür Sie Ihr Geld ausgeben.
     
  • Wo und wann kann ich einsparen? Kontrollieren Sie, ob es vielleicht billigere Anbieter für ein Mobiltelefon, für Ihren Strombezug, Ihre Heizung, für Ihren laufenden Kredit gibt und ob Sie für Ihr Spargeld bei Ihrer Bank auch die besten Zinsen erhalten.
     
  • Bringen Schnäppchen immer etwas? Das hat nichts mit Geiz zu tun, sondern ist gerade in der angespannten Wirtschaftslage eine wichtige Möglichkeit, Ihr Haushaltsgeld zu schonen.

Der Kassasturz - wenn das Wasser schon bis zum Hals steht

Wenn Sie schon Gefahr laufen, von Ihren Schulden erdrückt zu werden, heißt es Panik zu vermeiden und aktiv zu werden. Denn Schulden zu ignorieren kann gefährlich und teuer werden.
Der erste Schritt ist ein schonungsloser Kassasturz mit der Auflistung aller offenen Rechnungen, Mahnungen usw. Hat man hier einen ersten Überblick geschaffen, gilt es den Schuldenberg in „gefährliche“ und „normale“ Schulden zu unterteilen, um Prioritäten zu setzen.

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Hier lauern die größten Schuldenfallen

  • Miete, Strom, Gas, Heizung: Ohne diese Grundversorgung sitzt man im wahrsten Sinne des Wortes im Dunkeln, im schlimmsten Fall kann es zur Zwangsräumung der Wohnung kommen.
     
  • Alimente: Hier droht nicht nur eine Haftstrafe bei Nichtbezahlung der Forderungen – es kann auch bis zu 25 Prozent unter das Existenzminimum gepfändet werden.
     
  • Polizei- und Verwaltungsstrafen: Auch hier droht bei Verzug ein Gefängnisaufenthalt.
     
  • Kontoüberzug: Banken können den gesamten offenen Betrag fällig stellen und sind nicht verpflichtet, Eingänge wie Arbeitslosengeld, Familienbeihilfe etc. auszubezahlen – auch wenn diese eigentlich unpfändbar sind.

Diese „gefährlichen“ Schulden sollten daher möglichst rasch beglichen werden. Geht das nicht, dann ist die schnellstmögliche Kontaktaufnahme zu den Gläubigern ein Muss.

Alltägliche Schulden

Auch hier gilt es nichts zu beschönigen. Im direkten Gespräch mit den
Gläubigern sind oft Vereinbarungen zur Stundung oder neue Ratenpläne möglich – dadurch kann sich in vielen Fällen die Lage zumindest kurzfristig entspannen.

Professionelle Hilfe

Experten, die täglich mit dem Problem Schulden zu tun haben, unterstützen Hilfesuchende dabei, die finanzielle Situation wieder in den Griff zu bekommen und beraten bei allen weiteren Schritten. Sie informieren auch, ob eine Umschuldung oder der Antrag auf einen Privatkonkurs sinnvoll sind. Ansprechpartner für professionelle Unterstützung in Schuldenfragen finden Sie hier:

Schuldnerberatung 

Fachstelle für Schuldenprävention der Schuldnerberatung OÖ

www.privatkonkurs.at  

Online-Plattform "Leben mit der Krise"

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