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Freitag, 03.09.2010
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Hypo Alpe-Adria-Krise

Wie sicher haben Sie Ihr Geld investiert?

Die wirtschaftlichen Sorgen einiger Banken sind ein guter Grund, dem Thema Sicherheit von Geldanlagen mindestens so viel Aufmerksamkeit zu schenken wie einer guten Verzinsung der angelegten Gelder. Das zeigen auch die Ereignisse rund um die Hypo Alpe-Adria-Gruppe.
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Die Krise der Hypo Alpe-Adria-Gruppe hat das Thema Sicherheit von Geldanlagen wieder schlagartig in den Mittelpunkt des Interesses der Anleger gerückt. Die zahlreichen Bankenpleiten der vergangenen Monate in den USA und notwenige Staatshilfen für die Banken auch in Österreich wie etwa die Volksbank, Raiffeisen, Bawag, Erste Bank bis hin zur Hypo Alpe-Adria-Gruppe, machen allerdings bewusst, dass die Sicherheit einer Bank ein Kriterium für die Attraktivität einer Bank ist. Sie ist zumindestens ebenso wichtig wie die Zinsen, die jemand für sein Geld bekommt, das er einer Bank anvertraut.
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Beruhigend für alle Sparer ist natürlich die gesetzliche Einlagensicherung in Österreich: Bis zum Jahresende können sich Geldanleger in Österreich hier noch über eine hundertprozentigen Absicherung ihrer Spargelder freuen. Jedes österreichische Kreditinstitut, das sicherungspflichtige Einlagen entgegennimmt bzw. sicherungspflichtige Wertpapierdienstleistungen erbringt, ist ja gesetzlich verpflichtet, einer Sicherungseinrichtung anzugehören. Diese wird im Falle von Konkurs, Geschäftsaufsicht oder Zahlungseinstellung wirksam.


Die Sicherungssysteme

Entsprechend den Sektoren der österreichischen Kreditwirtschaft wie des Sparkassen-, Banken-, Raiffeisen-, Volksbanken- und der Landeshypothekenbanken-Bereich sind dies die

  • Sparkassen-Haftungs Aktiengesellschaft
  • Einlagensicherung der Banken & Bankiers Gesellschaft m.b.H.
  • Österreichische Raiffeisen-Einlagensicherung reg.GenmbH
  • Schultze-Delitzsch-Haftungsgen. reg.GenmbH
  • Hypo-Haftungs Gesellschaft m.b.H.

Falls ein Kreditinstitut zahlungsunfähig wird, sind Einlagen „natürlicher Personen“ auf Sparbüchern und Privatkonten in Österreich bis zum 31. Dezember 2009 zu 100 Prozent durch die Republik Österreich und die gesetzliche Einlagensicherung abgesichert. Ab 1. Jänner 2010 werden Spareinlagen in Österreich dann nicht mehr unbegrenzt, sondern nur noch bis zu 100.000 Euro pro Person und Bank gesichert.

Das ist natürlich ein großer Betrag, der sich allerdings für all jene relativiert, die eine Eigentumswohnung bzw. einen Hauskauf ansparen oder einen grösseren Geldbetrag ansparen, um sich selbstständig zu machen. Da lohnt es sich in jedem Fall, die bestehenden und künftigen Geldanlagen besonders sorgfältig in Hinblick auf die Sicherheit zu überdenken. Viel Erfolg dabei.

Erwin J. Frasl   11.12.2009

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