Die Wirtschafts- und Finanzkrise wirkt weiter schwer. Alle Rettungsprogramme Europas kosten Milliarden – und sind auf Pump finanziert. Die britische Notenbank kauft beispielsweise neu ausgegebene Staatsanleihen auf und bringt dadurch „Freshmoney“ in den Wirtschaftskreislauf. Hohe Geldmengensteigerungen können mittel- und langfristig aber zu deutlich höheren Preisen führen – dem neuen steigenden Geldangebot steht indes keine zunehmende Gütermenge gegenüber. Steigende Inflationsraten sind Preistreiber für Gold.
China - das Gold wird auch hier knapp
Etwa zwei Billionen US-Dollar schlummern in China an Devisenreserven – zumeist Folge der Währungsanbindung des Yuan an den US-Dollar. Um den Devisenkurs stabil zu halten, kauft die chinesische Notenbank die US-Währung. Der Dollarverfall allerdings entwertet die Dollar-Reserven gegenüber anderen Währungen - beispielsweise dem Euro. Um sich vor weiterem Wertverfall zu schützen, investiert China jene US-Dollar in Gold. Folge: die chinesischen Goldreserven steigen seit Jahren an.
Währungsreformen - die Angst geht um
Gigantische Schuldenberge weltweit schüren die Angst vor einer Währungsreform. Viele Anleger fürchten den Zerfall von Papiergeldwährungen. Tritt dieser Fall ein, wird physisches Gold zum Rettungsanker – denn Gold kann nicht Pleite gehen.
Goldbarren neigen sich zu Ende - und nicht nur die
Gold ist nicht unbegrenzt verfügbar. Schätzungen zufolge wurde 2011 neues Gold im Wert von 50 Milliarden Dollar gefördert. Im Vergleich zu anderen Anlageformen ist dies ein eher geringer Wert. Die aktuell steigende Nachfrage lässt den Goldpreis förmlich explodieren. Ein Gesetz des Marktes.
Hält die Goldproduktion der Nachfrage stand?
Weltweit wird es immer schwieriger das gelbe Metall zu Tage zu fördern. In Südafrika sollen sogar Stollen bis in eine Tiefe von mehr als 4.000 Metern getrieben werden, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Dennoch ist hier die Goldproduktion auf den tiefsten Stand seit mehr als 80 Jahren gefallen. Und dies ist beileibe kein Einzelfall.

