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Geldanlage

Was die Börse Stuttgart für österreichische Anleger interessant macht

23.03.2011
Von Ralph Danielski
Die Börse Stuttgart bietet nicht nur deutschen, sondern auch österreichischen Anleger die Auswahl zwischen 650.000 verschiedenen Produkten. Österreichs Anleger finden hier nicht nur Zertifikate mit internationalen, sondern auch mit österreichischen Basiswerten wie den ATX und österreichische Einzelaktien
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Ralph Danielski ist stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart Holding GmbH
Der österreichische Zertifikatemarkt ist zwar noch um einiges kleiner als der deutsche, aber ebenfalls deutlich auf Wachstumskurs. Mit einem Volumen von über 14 Milliarden Euro im Februar ist er laut der Marktstatistik des Zertifikate Forum Austria zu Jahresbeginn erneut gewachsen. Bereits 2010 konnte er insgesamt um 12,1 Prozent zulegen, was einem Plus von 1,5 Milliarden Euro entspricht. Der österreichische Zertifikatemarkt hat sich auch in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt und ist sogar in der Finanzkrise stabil geblieben, was als Beleg für die anhaltende Beliebtheit von Zertifikaten in Österreich gewertet werden kann.
Um Wachstumschancen dieses Marktes besser einschätzen zu können, lohnt der Blick nach Deutschland. Das Volumen in Deutschland ist etwa acht Mal so hoch wie das in Österreich. Entsprechend groß ist in Deutschland auch die Produktauswahl am Handelsplatz der Börse Stuttgart. Hier haben nicht nur deutsche, sondern auch österreichische Anleger die Auswahl zwischen 650.000 verschiedenen Produkten. Der Vorteil bei dieser umfangreichen Produktpalette ist, dass der Anleger hier sozusagen auf ihn maßgeschneiderte Produkte findet. So gibt es hier nicht nur Zertifikate mit internationalen, sondern auch mit heimischen Basiswerten wie den ATX und österreichische Einzelaktien.
Was die Börse Stuttgart von anderen Börsen unterscheidet
Zudem bietet die Börse Stuttgart, die seit Juni 2010 dem Zertifikate Forum Austria als förderndes Mitglied beigetreten ist, einen Vorteil, der sie von vielen anderen Börsen unterscheidet. Die Handelssysteme sind nicht vollautomatisch. Hoch spezialisierte Händler, an der Börse Stuttgart genannte Quality-Liquidity-Provider (QLP), sind in den Handel eingebunden. Die QLPs kontrollieren die Preise und greifen aktiv ein, wenn es sein muss. Das ist gerade dann von Vorteil, wenn es an den Börsen hoch her geht. Die Handelsexperten an der Börse Stuttgart spenden zusätzliche Liquidität und sorgen dafür, dass sämtliche Papiere jederzeit handelbar sind. Für den Privatanleger heißt das: Er kann auf das wachsame Auge der Finanzprofis vertrauen.
So funktioniert der Handel an der Börse Stuttgart
Generell funktioniert der Handel so: Die Zertifikate werden über ein vollelektronischen Systems, bei dem die Preishoheit bei der Börse Stuttgart liegt, gehandelt. Die Händler spenden dabei Liquidität und vermeiden Teilausführungen und Preissprünge. Die QLPs machen zudem eine Plausibilitätsprüfung des Preises während der Preisfeststellung und lösen aktiv Stop-Loss-Limits aus. An der Börse Stuttgart können außerdem auch kleine Mengen kostengünstig gehandelt werden und das immer zum bestmöglichen Preis. Die Handelszeiten sind an den Anleger ausgerichtet. Gehandelt wird börsentäglich von 9.00 Uhr bis 20.00 Uhr.
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