Die Sparzinsen sinken derzeit auf breiter Front – weitere Entwicklung ungewiss. Sparer, die sich nicht längerfristig binden und dennoch mit fixen Zinsen kalkulieren möchten, können ihr Geld vorübergehend auf kurzlaufenden Festgeldkonten parken. Börsenkurier und Biallo.at mit den Top-10 der Woche bei sechsmonatiger Laufzeit.
Eines gleich vorweg: Zwei Prozent oder mehr sind derzeit bei Festgeldern bis zu sechs Monaten nicht mehr möglich. Der Aktuelle Spitzenzins von 1,80 Prozent kommt von der Deniz Bank. Nur knapp weniger – je 1,75 Prozent – können Online-Sparer aus ganz Österreich bei der Amsterdam Trade Bank sowie der Wiener Denzel Bank lukrieren.
Mit 1,65 Prozent müssen sich Kunden der Porsche Bank derzeit begnügen – Platz vier im Biallo.at Festgeldranking über sechs Monate Laufzeit. Den nahezu identischen Zinssatz bieten die Vakifbank International und die ING-Diba Direktbank Austria – 1,63 bzw. 1,60 Prozent. Direktanlage.at folgt mit 1,50 Prozent.
Bereits mit großem Zinsabstand folgen vier weitere Anbieter: Die Wiener Live Bank sowie die Raiffeisenbanken Längenfeld, Tannheimertal sowie Tirol. 1,25 Prozent werden hier jeweils den Festgeldkonten ihrer Kunden mit sechs Monaten Laufzeit gutgeschrieben.
Fazit: Im Halbjahresvergleich sind die Zinsen für kurzlaufende Festgelder deutlich gesunken. Faktisch ist mit Laufzeiten unter einem Jahr bereits heute kein Inflationsausgleich mehr möglich. Für Sparer heißt das zweierlei: Erstens, genau vergleichen, denn die Zinsunterschiede sind auch bei kurzen Festgeldern enorm. Zweitens: Wer ein „Zinshopping“ nicht scheut, für den sind Tagesgelder durchaus eine Alternative. Wie der Tagesgeldvergleich auf Biallo.at zeigt, sind hier aktuell noch Zinsen deutlich über der Zwei-Prozent-Marke möglich.