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Erfolg trotz Krise

Ich wär gerne Millionär

19.07.2011
Von Reinhard J. Berger
Was macht Millionäre so besonders? In welche Werte investieren sie? Und wo liegt das Erfolgsgeheimniss? Ein Kompass zum Reichwerden.
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Reinhard J. Berger, Präsident Valluga AG

In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es 985.000 Millionäre, nicht so viele, wenn man bedenkt, dass diese drei Länder insgesamt 96 Millionen Einwohner haben. Das bedeutet, dass gerade einmal jeder 100ste Millionär ist. Die Finanzkrise hat natürlich diese Bevölkerungsschicht ebenso betroffen. Das Jahr 2008 kostete den Millionären immerhin zehn Prozent ihres Vermögens. Aber Millionäre erholen sich extrem schnell von Krisen: Der Vermögensreport 2010 hat bestätigt, dass das Vermögen der Millionäre wieder gewachsen ist.


Diskrepanz zwischen Besserverdienern und Millionären

Es existiert eine große Diskrepanz zwischen der Zahl der sogenannten „Besserverdiener“ und der effektiven Millionäre. Allein in Österreich sind mehr als 170.000 Haushalte mit einem hohen Einkommen von 5.000 Euro monatlich gesegnet. Allerdings gab es in Österreich 2009 lediglich 69.000 Millionäre. Gut oder sehr gut zu verdienen bedeutet also noch lange nicht, Millionär zu werden. Nach den uns vorliegenden Zahlen schafft es in Europa höchstens jeder Sechste, seinen Einkommensvorteil in finanzielle Freiheit umzumünzen. Warum ist das so? Wie schaffen Millionäre das, was viele andere trotz bester Vorraussetzungen offenbar nicht können?

1. Selbstbewusstsein und Motivation

Millionäre weisen einen hohen Grad an Selbstbewusstsein auf. Sie stehen hinter ihren Zielen und Werten und lassen sich durch nichts und niemanden von ihrem Weg abbringen.

Viele Besserverdiener leiden unter dem „Nachbarschaftssyndrom“. Mit steigendem Einkommen steigen auch die Lebensansprüche, und das oft sogar überproportional. Viele Menschen wollen es ihren Nachbarn gleichtun, oder besser noch: Sie möchten ihre Nachbarn im Geldausgeben übertreffen. Millionäre denken hier anders – und genau das macht ihren Erfolg aus.

Ein Kernproblem vieler Menschen liegt ebenso darin, dass sie ihre Situation nicht verändern können oder wollen. Dies hat vor allem wohl mit Angst vor Veränderungen, mangelnder Risikobereitschaft und einem großen Sicherheitsbedürfnis zu tun. Pessimismus, Angst vor Erfolg oder auch einfach Faulheit sind häufig die Hürden auf dem Weg zum Erfolg.

Es gibt sie, die Kraft des Geistes, die manche Menschen scheinbar spielend von Erfolg zu Erfolg führt. Denken Sie z. B. an Abfahrtsläufer, die vor dem Start ihren Lauf mental durchgehen, oder an Spitzensportler im Tennis, Fußball oder Basketball, die in vermeintlich aussichtslosen Spielen im letzten Moment doch eine Wende herbeiführen.
Wer nicht an seiner Einstellung arbeitet, wird keinen dauerhaften finanziellen Erfolg haben, selbst wenn ihm Millionen in den Schoß fallen.

2. Millionäre wirtschaften besser

Städteflüge, teure Restaurants, Handtaschen, Sportwägen, mehrere Kreditkarten, überzogene Girokonten usw. sind prägend für die neue »Yuppie-Generation«. Viele Besserverdiener sind buchstäblich Sklaven ihres Lebensstils geworden. Millionäre dagegen sind im Schnitt eher finanziell besonnene Menschen und leben nicht über ihre Verhältnisse. Sie haben Übersicht über ihre Finanzen und wissen, wie weit sie sich aus dem Fenster lehnen können.

3. Millionäre investieren besser und überlegter

Während die Durchschnittsbevölkerung hauptsächlich in Sparguthaben und Bausparverträge „investiert“, verfügen Millionäre neben Bargeldreserven über eine ganze Reihe verschiedener Investments. Es sind genau diese Investments, welche die Reichen reicher werden lassen.
Millionäre investieren ihr Geld in intelligentere, schnellere und krisensicherere Anlagen als die Durchschnittsbevölkerung. Intelligente Investments sind der Grund, warum Reiche immer reicher werden. Sie sorgen für stetiges und stabiles Vermögenswachstum.

Der Erfolg der Millionäre beruht auf überlegenen und breit gestreuten Kapitalanlagen

Millionäre achten auch auf die Streuung ihrer Kapitalanlagen. Läuft eine Anlage schlecht, so gibt es noch genügend andere die entsprechende Rendite bringen können. »Nicht alle Eier in einen Korb«, so lautet das Motto. Schon 1952 wies Harry Markowitz nach, dass ein gut diversifiziertes Portfolio eine günstigere Chancen-Risiko-Struktur aufweist.

In der Praxis zeigen etwa die Stiftungen der US-Universitäten Harvard und Yale, was intelligente Investments in Kombination mit Diversifikation leisten können. In 24 Jahren erwirtschaftete Yale einen durchschnittlichen Ertrag von über 16 Prozent pro Jahr. Das Vermögen von Yale wuchs damit von 1,3 Milliarden US-Dollar auf mehr als 17 Milliarden US-Dollar aus.

Leider ist es mir aus Platzgründen nicht möglich, weiter im Detail auf die Investments der Millionäre einzugehen. Ich erlaube mit daher den Hinweis auf das im Buch „Der Money-Coach: Wie Sie von den Millionären lernen können“. Darin werden u.a. die Anlageinstrumente der Millionäre im Detail betrachtet.

Reinhard J. Berger

... ist Präsident der Valluga AG, einer internationalen Investmentgesellschaft mit Sitz in Liechtenstein. Seine berufliche Laufbahn begann er als Consultant. Als Investmentberater und Fondsmanager machte er das Thema Investments und Vermögensaufbau zu seinem Lebensinhalt. Seit Jahren studiert er Millionäre und ihre Vermögen. Reinhard J. Berger studierte an der Johannes Kepler Universität in Linz (Informatik), der Harvard Business School (Professional Services Program) in Boston/USA und der Donauuniversität Krems (M.B.A.).
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