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Bundespräsident Heinz Fischer

Kritik an Finanzjongleuren und Rohstoffspekulanten

26.10.2011
Von Erwin J. Frasl
Auf den Finanzmärkten werden in steigendem Maß Transaktionen und Spekulationen getätigt werden, die enorm riskant sind und unserer Wirtschaft schaden, so Bundespräsident Heinz Fischer in seiner Rede zum Nationalfeiertag am Mittwoch dieser Woche.
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Bundespräsident Dr. Heinz Fischer sieht in "sozialer Gerechtigkeit und Leistungsgerechtigkeit keine Gegensätze"
„Als notwendig erkannte, europaweite Reformen und wirksame Kontrollmaßnahmen wurden in der Vergangenheit nicht oder nicht rasch genug umgesetzt. Eine Schuldenkrise und eine schwere Vertrauenskrise sind die Folge. Sie müssen dringend überwunden werden“, so der Bundespräsident. „Wir müssen beweisen, dass Lasten, die durch die jüngsten Entwicklungen der Allgemeinheit entstanden sind, gerecht verteilt werden und dass soziale Gerechtigkeit und Leistungsgerechtigkeit keine Gegensätze, sondern ein sinnvolles politisches Programm sind", ist Fischer überzeugt.

„ Ich bin sehr dafür, dass die Leistung eines qualifizierten Arbeiters, einer tüchtigen Unternehmerin, eines engagierten Lehrers, einer Nachtdienst machenden Oberärztin oder einer Bauernfamilie, die gesunde Lebensmittel produziert, gerecht entlohnt wird. Aber ich bestreite entschieden, dass ein Finanzjongleur oder ein Rohstoffspekulant in einem Tag mehr leistet als die zuvor genannten Leistungsträger in einem ganzen Jahr. Und dennoch bewegen sich Spekulationsgewinne- und Boni in solchen Dimensionen und noch weit darüber hinaus. Das ist weder fair noch leistungsgerecht!“ kritisiert der Bundespräsident.
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