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Belgische Mutter Dexia vor Verstaatlichung

Russische Sberbank hat türkische Denizbank im Visier

13.10.2011
Von Erwin J. Frasl
Schwierigkeiten der Denizbank-Eigentümerin Dexia, Bestrebungen der russischen Sberbank die Denizbank in der Türkei aufzukaufen und solide Geschäftsergebnisse der rechtlich selbständigen Denizbank in Wien – darüber sprach Biallo.at mit Ahmet Mesut Ersoy, dem Chef der Denizbank in Wien.
Dexia-Denizbank-Banken-Kreditinstitute-Sberbank-Türkei-Griechenland-Griechenlandkrise-Belgien-Frankreich-Russland-Finanzen-Eurozone-Europäischen Union-EU-Bilanzsumme-Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit-EGT-Ahmet Mesut Ers
Biallo.at: Ihre Mutter, die Dexia Bank, ist im Zuge der Griechenlandkrise in Schwierigkeiten geraten und wird verstaatlicht. Ist das die beste Lösung oder hätte es Alternativen dazu gegeben?

Ahmet Mesut Ersoy: Die ergriffenen Maßnahmen sind ein Ergebnis der Diskussionen zwischen dem Aufsichtsrat der Dexia mit den französischen, belgischen und luxemburgischen Regierungen. Kommentare unsererseits sind nicht möglich.

Biallo.at: Die russische Sberbank hat bereits Interesse bekundet, die Denizbank in der Türkei mit ihren 500 Filialen aufzukaufen. Welche Folgen hätte das für die Denizbank in Wien?

Ersoy: Da Entscheidungen über strukturelle Änderungen einschließlich der Entscheidungen über einen möglichen Verkauf im Ermessen des Aufsichtsrats der Dexia liegen, sind jegliche Informationen seitens der DenizBank AG nicht möglich.
 
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Biallo.at: Die desolaten Finanzen Griechenlands destabilisieren mittlerweile die gesamte Eurozone – was wären Ihrer Meinung nach jetzt die dringlichsten Schritte der Europäischen Union, um Griechenland und damit die gesamte Eurozone zu stabilisieren?


Ersoy: Zwecks Stabilisierung der Eurozone sind die Mitgliedstaaten in engem Kontakt. Wir sind der festen Überzeugung, dass die Europäische Union eine starke Einheit ist und eine konstruktive Lösung finden wird.

Biallo.at: DenizBank AG in Wien hat heuer Stabilität auf hohem Niveau geschafft. Die konsolidierte Bilanzsumme beträgt zur Jahresmitte 3,01 Milliarden Euro (nach 2,07 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2010). Das konsolidierte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) stieg von 10,23 Millionen Euro zum ersten Halbjahr 2010 auf 17,46 Millionen Euro. Wie ist Ihre Prognose für das gesamte Jahr?

Erso : Die DenizBank AG verfolgt eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmenspolitik. Unser Fokus liegt stets auf dem klassischen und konservativen Bankgeschäft. Diese Unternehmensstrategie hat sich voll bewährt. Durch diese 15 jährige Erfolgsgeschichte haben wir eine Vertrauensbasis – aber auch eine solide Kundenbasis aufgebaut. Trotz der volatilen Wirtschaftslage und der damit verbundenen Verunsicherung an den Märkten konnte die DenizBank ihr solides Wachstum fortsetzen. Die Bank wird sowohl in naher als auch in ferner Zukunft auf diesem Wachstum aufbauen und ihre Positionierung am Markt weiter stärken.



 

 

Die Denizbank AG

Die DenizBank AG in Wien ist eine österreichische Universalbank, unterliegt dem österreichischen Bankwesengesetz (BWG) und ist Mitglied der Österreichischen Einlagensicherung für Banken und Bankiers. Spareinlagen natürlicher Personen sind mit einem Höchstbetrag von 100.000 Euro pro Einleger gesichert. Zurzeit beschäftigt die DenizBank AG über 160 Mitarbeiter in Österreich und in Deutschland. Die 1996 gegründete DenizBank AG in Wien ist Mitglied der DenizBank-Gruppe. Mit 460 Bankfilialen in der Türkei und mehr als 8.900 Mitarbeitern zählt die DenizBank zu den sechs größten Privatbanken der Türkei. Die DenizBank-Gruppe befindet sich zu 99,84 Prozent im Besitz der Dexia S.A., einer europäischen Bankengruppe mit Sitz in Brüssel. Dexia S.A. beschäftigt weltweit über 36.000 Mitarbeiter in über 30 Ländern. Die Dexia ist 1996 aus dem Zusammenschluss von Crédit Local de France und Gemeindekredits von Belgien entstanden. Heute zählt die Dexia zu den größten Banken der Eurozone. .






 

 

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