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Samstag, 11.02.2012
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Art Fund nutzt Ineffizienzen im Kunsthandel

Kunst - schön und profitabel

03.08.2010
Von Lukas Hufnagl
Wie auch breite Anlegerschichten von Werken zeitgenössischer Maler aus Österreich und Deutschland mit Highlights wie Maria Lassnig, Hermann Nitsch, Arnulf Rainer, Rudolf Polanszky, profitieren können.
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Lukas Hufnagl ist Partner und Geschäftsführer der Thalo Asset Management AG

Neben den Klassikern unter den Assetklassen, also Aktien und Renten, spielen zusehends andere Anlageformen wie Rohstoffe, Gold, Managed Futures, eine wichtige Rolle. Und es gibt noch eine eigene Assetklasse, die in Zukunft enorm an Attraktivität gewinnen wird: Kunst.

Kunstpreise steigen kontinuierlich, und insbesondere in Zeiten, in denen Inflation in größeren Schüben „droht“, sollten „richtige“ Kunstfonds eine ernsthafte Überlegung zur Portfolio-Diversifikation darstellen. In Krisenzeiten haben sich Kunstfonds sehr stabil mit geringen Schwankungen und weitgehend Kapitalmarkt unabhängig erwiesen; einzig die Transaktionshäufigkeit von Kunstobjekten ist (logischerweise) zurückgegangen. Das Problem dabei bisher: Relativ hohe Einstiegsbarrieren, hohe Kosten, geringe Liquidität und mangelnde Transparenz.

Direktinvestitionen in Kunst

Das Investmentunternehmen Everis Investments hat nun mit dem neuen „Art Fund“ völlig neue – anlegerfreundliche - Rahmenbedingungen geschaffen. Erstmals steht ein Anlagefonds zur Verfügung, der die Assetklasse Kunst einer breiten Anlegerschicht öffnet. Investments erfolgen in Kunst direkt, indirekt über Kunst-SPVs („Special Purpose Vehicles“) oder in artverwandte Themen, wie beispielsweise Kunstvermietung der Wiener Privatauktionen. Hier werden Kunstobjekte gegen eine monatliche Gebühr von einem Prozent des Kaufpreises vermietet.
Der Mieter lukriert zusätzlich steuerliche Vorteile und kann die Objekte auf Wunsch auch während der Mietphase oder später zu einem im Vorhinein festgesetzten Preis erwerben. Für den Fonds eine interessante zusätzliche Ertragsquelle mit einer 12prozentigen Bruttorendite.

Der Art Fund investiert überwiegend in zeitgenössische Kunst; primär ist der Fonds auf Werke zeitgenössischer Maler aus Österreich und Deutschland mit Highlights wie Maria Lassnig, Hermann Nitsch, Arnulf Rainer, Rudolf Polanszky, fokussiert. Warum zeitgenössische Kunst? Die Preise pro Bild sind überschaubar, es ergibt sich eine sehr gute Handelbarkeit, und so genannte Klumpenrisiken werden weitgehend vermieden. Auch eine hohe Liquidität ist bei diesem Fonds, der für Privatinvestoren täglich gehandelt werden kann, gesichert. Diese liegt bei rund 20 Prozent des Fondsvolumens.

Fonds nutzt Intransparenz und Ineffizienz im Kunsthandel

Erfolgreiche Investments in Kunst, sei es direkt oder über Fonds, setzen selbstverständlich entsprechendes Know-how über einzelne Objekte wie über den Gesamtmarkt voraus. Auf dem Markt haben es Investoren im Regelfall leider mit hoher Intransparenz und Ineffizienz zu tun. Beim Art Fund, der u.a. die Ineffizienzen im Kunsthandel und artverwandten Bereichen nutzt, wird das Management des Fonds des Fonds daher von einem mehrköpfigen Team aus Kunstexperten und Sachverständigen beraten. Die Kosten sind mit einer 2-prozentigenigen Management-Fee und einer 20-prozentigen Success Fee klar und transparent. 

Lukas Hufnagl

... ist Partner und Geschäftsführer der Thalo Asset Management AG, einer eigentümergeführten Vermögensmanagementgesellschaft mit Hauptsitz in Liechtenstein. Er kann auf eine langjährige umfassende Tätigkeit in der Finanzwirtschaft, besonders klassisches M&A Geschäft und Vermögensverwaltung verweisen. Thalo Asset Management managt derzeit den Everis Investments Anlagenfonds mit drei Fondssegmenten, die in Deutschland und Österreich für den Vertrieb zugelassen sind. Als Fondsadministrator und Emittentin fungiert die Kapitalanlagegesellschaft Minerva Investments AG.
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Leserkommentare

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02.12.2011 09:49 Uhr
Thalo Asset Management AG: Klarstellung
Wir dürfen festhalten:

Wir haben den Sharpe Art Fund am 12.5.2011 zum Verkauf freigegeben (dieser Fonds weist lediglich quartalsweise Liquidität auf und hat gewisse Fristigkeiten für die Verkaufsanmeldung) und warten seit geraumer Zeit auf die Erfüllung dieser Order.

Wir als Fondsmanager kommunizieren stets offen und transparent mit unseren Investoren.
01.12.2011 18:06 Uhr
@recherche: da hat ihnen aber jemand einen bären aufgebrummt
wenn sie sich den halbjahresbericht ansehen, dann ist da immer noch der eine fonds drinnen, und zwar mit knapp 70%. also nix mit im mai 2011 verkauft. entweder erzählt ihnen der fondsmanager bewusst einen blödsinn oder er weiß es nicht mehr genau. beides brandgefährlich!
17.11.2011 19:54 Uhr
recherche: @ economicus
guter einwand, daher habe ich beim fondsmanager per mail nachgefragt: aus der antwort: "...war zu Fondsstart lediglich 1 anderer Kustfonds und Liquidität enthalten. Seit längerer Zeit schon ist dem nicht mehr so, denn der einst vorhandene Fonds wurde im Mai 2011 verkauft, sodass aktuell über eine operative Zweckgesellschaft direkt investiert wird. Ausgabeaufschläge, wie von Ihnen erwähnt, haben wir nie verrechnet, jedoch haben diese möglichen Vertriebskosten im Prospekt aufgelistet zu sein."

02.11.2011 13:09 Uhr
Economicus: Spesenschinderei
Man siehe sich den Rechenschaftsbericht des Fonds an. Da ist genau 1 (!) Fonds drinnen. Wozu brauch ich einen Fonds wenn dieser wieder nur in einen anderen investiert? Dabei kassiert der feine Herr Ausgabeaufschlag, Bestandsprovision, Management Fee, Success Fee, und wahrscheinlich noch eine Retro beim anderen Produkt. Das Modell ist Spesenschinderei vom allerschlimmsten.
Foto: Thalo Asset Management AG ID:967
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