JSK Werbemittel 160x600 03
Startseite | Impressum | | RSS | biallo.de | geldsparen.de | biallo-unternehmen.de | bialloblog.de
Donnerstag, 18.03.2010
Suche:

Verstaatlichung maximal zum Nominale

Wie die Nationalbank reformiert werden muss

Die Oesterreichische Nationalbank soll voll ins Eigentum des Staates übergen, Privilegien sollen abgebaut werden sowie ein Wechsel in der Geld- und Währungspolitik erfolgen.
Oesterreichische Nationalbank-OeNB-Notenbank-Lutz Weinzinger-Parlament-Abgeordneter-Nationalrat-FPÖ-Totalreform-Verstaatlichung-Freiheitliche-Banken-Kreditinstitute-Versicherungen-Sozialpartner-Parteiproporz-Nominale-Dividenden-Pensionsprivilegien-Ge
Nationalratsabgeordneter Lutz Weinzinger (FPÖ)
Eine Totalreform der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) bedeutet für uns Freiheitliche nicht nur eine Verstaatlichung der OeNB. Hier ist aber auch kurz anzuführen, dass nach dem Krieg 50 Prozent der Anteile an diverse Banken, Versicherungen und Sozialpartner nach Parteiproporz zugeteilt und nicht etwa zum Erwerb ausgeschrieben wurden. Ob das Nominale wirklich einbezahlt wurde, sei dahingestellt. Jedenfalls war es ein de facto hoheitlicher Zuteilungsakt. Wenn nun sogar stets gute Dividenden flossen, dann wäre es mehr als fair, wenn diese Anteile maximal zum Nominale an den Staat zurückgegeben werden. Abbau nicht nur der Pensionsprivilegien, Verschlankung der Institution, sondern ein Wechsel in der Geld- und Währungspolitik der OeNB muss die Devise lauten.

 

Statt oberflächliche Lobreden auf die Europäische Zentralbank (EZB) und die OeNB zu halten, sollte die aktuelle Wirtschaftskrise zu einer kritischen Betrachtungsweise genutzt werden. Klar ist doch: Ohne eine grundlegende Revision der Währungs- und Finanzpolitik wird es in absehbarer Zeit keinen Euro mehr geben! Die aktuelle Finanzkrise sollte daher als Chance genutzt werden, das Konstrukt der Währungsunion neu zu überdenken.

Es war unverantwortlich, Länder mit einer unsoliden Wirtschafts- und Haushaltspolitik, wie Griechenland oder Italien, in die Währungsunion aufzunehmen. Jetzt haben wir eine politische Währung ohne Staat, ohne politische Ordnung und müssen möglicherweise bald Griechenland und Irland – als nächste dann sicher auch Spanien, Portugal, Italien – mit unserer Leistungskraft vor dem Bankrott retten. Dabei können wir selbst nicht mehr unseren eigenen Haushalt bestreiten und ausgleichen.

Lesen Sie auch

Schwarzgelder im Ausland
Steueramnestie soll Staatskasse füllen

Vorschlag für neues Sicherheitsnetz
Notfall-Fonds für Banken

Biallo.at - In eigener Sache
Neue Rubriken – neuer Newsletter

Auschlüsse aus der Währungsunion

So spricht sich die FPÖ klar für die Möglichkeit des Ausschlusses eines Landes aus der Währungsunion aus. Die Tatsache, dass Länder aus dem Euroraum nicht ausgeschlossen werden können, zwingt alle anderen Mitgliedstaaten in eine Sippenhaft. Allein die Fiktion, dass sie am Ende einem vom Staatsbankrott bedrohten Staat helfen müssten, kann in der Euro-Zone die Zinsen massiv hochtreiben.

Nein zu Hilfe für Buget-Sünder

Gebot der Stunde ist aus freiheitlicher Sicht, dass die OeNB endlich ihre Agenden wahr nimmt, in der Finanz- und Währungspolitik klar Position bezieht und sich für eine solide Geldpolitik in der Euro-Zone ausspricht. Einen Bail-out – sprich ein Herauskaufen dieser Länder durch Hilfszahlungen, Kredite oder sonstige Leistungen - darf es mit der OeNB nicht geben. Denn, wenn erst einmal ein Land mit jahrelanger unsolider Haushaltsführung gerettet wird, würde dies dazu führen, dass in der gesamten EU der Anreiz zu einer soliden Budgetpolitik schwindet. Der Maastricht-Vertrag wäre dann nicht einmal mehr das Papier wert, auf dem er steht und der Euro wäre Geschichte.

Kritik an Umschichtung der Währungsreserven hin zum Dollar

Ebenso kritisieren wir Freiheitlichen die massiven Umschichtungen der Notenbankreserven von Gold hin zum Dollar. Auch in diesem Bereich ist ein Dogmenwechsel seitens der OeNB unumgänglich. So ist der Euro zu etwa 80 Prozent in US-Dollar gedeckt. Das hat zur Folge, dass uns eine wahrscheinlich bevorstehende Abwertung beinahe eins zu eins mit allen negativen Folgen treffen würde. Eine Abkehr vom Dollar ist längst überfällig und würde Europa wirtschaftlich und politisch zu wesentlich weitgehenderer Souveränität verhelfen.

Namhafte amerikanische Wissenschaftler, wie der Nobelpreisträger Joseph Stieglitz prophezeien bereits den Niedergang der Weltwährung, in deren Leitrolle die Ursache für die vielen Finanzkrisen seit den 70ern begründet liegt. Es gibt aus unserer Sicht keinen Grund dafür, Europa weiterhin freiwillig willkürlicher US-amerikanischer Finanzpolitik auszuliefern, die nur an eigenen Interessen orientiert ist. Wir verlangen daher, dass die OeNB für einen abgesicherten Euro innerhalb eines wirtschaftlich möglichst homogenen Wirtschaftsraumes eintritt.

Abgeordneter zum Nationalrat Lutz Weinzinger

Geboren am 20.01.1943 in Wien. Volksschule in Riedau und Schärding 1949–1953, Realgymnasium in Schärding, Lambach, Waidhofen an der Ybbs und Wien 1953–1963; Präsenzdienst 1970–1971. Wirtschaftstreuhänder und Steuerberater seit 1976. Abgeordneter zum Oberösterreichischen Landtag 1991–2003, Landesparteiobmann der FPÖ Oberösterreich seit 2006, Bundesparteiobmann-Stellvertreter der FPÖ seit 2007, Abgeordneter zum Nationalrat seit 30.10.2006, Finanzsprecher des Freiheitlichen Parlamentsklubs, Klubobmann-Stellvertreter des Freiheitlichen Parlamentsklubs seit 27.10.2008.
Lutz Weinzinger   20.01.2010

Leserkommentare

Name:
Email:

Ziffernfolge hier eingeben:
Überschrift:
Kommentar:
Foto: Nationalrat Lutz Weinzinger (FPÖ)
Nach Oben
Geldanlage-Vergleich
Finden Sie Geldanlagekonditionen von österreichischen Banken in unserem Geldanlage Online-Vergleich
Laufzeit:
Anlagesumme in EURO
Anlagetyp:
Anbieter Anzeigen
Kredit-Vergleich
Finden Sie Kreditkonditionen von österreichischen Banken in unserem Kredit Online-Vergleich
Laufzeit:
Kreditsumme in EURO
Anbieter Anzeigen
Der Biallo.at Newsletter
Hier können Sie sich anmelden!
Anzeige
Biallo präsentiert

Sparen Sie mit der SPAR-Anleihe

Einfach und ertragreich bis zu 3,40 %! Flexible Laufzeiten von 1-36 Monate.
Bitte mehr Informationen ...
Kolumne von Erwin J. Frasl
Erwin J. Frasl

Steuererhöhungen im Anrollen

Bestrafung der Unschuldigen beginnt

Abzocker im US-Finanzsystem, naive Aufsichtsbehörden in Europa und unseriöse Wahlversprechen - das sind die Ursache für Finanzkrise und überbordende Staatsverschuldung. Jetzt sind die Steuerbürger dran: Sie dürfen die Rechnung bezahlen.
Lesen
Archiv
Frasl fragt
Produktcheck
Erwin J. Frasl

Volksbank Vorarlberg - Das Kapitalsparbuch

Die Volksbank Vorarlberg bietet als Vollbank unter anderem bis zum 16. April 2010 ein Kapitalsparbuch mit nur 18 Monaten Laufzeit an. Hier die Details dazu im neuen Test.
Lesen
weitere Produktchecks
Gastkommentar von Hans Hammerschmied
Hans Hammerschmied

Schwarzgeld legalisieren

Macht eine Amnestie für Steuersünder Sinn?

Mit der Einführung der Kapitalertragsteuer vor etwa zwei Jahrzehnten gab es bereits eine Steueramnestie, die sehr erfolgreich war. Auch jetzt könnte eine Amnestie Geld in die Kassen des Staates spülen.
Lesen
Archiv
Anzeige
© 2010 Biallo & Team GmbH - info@biallo.at - Impressum - Datenschutz