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Dienstag, 07.09.2010
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Neue Frage für Assingers Millionenshow

Bankgebühren - Gehören Sie zu den Opfern?

Nur Wenige kennen Ihre Bankgebühren. Dabei zählen Österreichs Bankgebühren zu den höchsten Bankspesen in Europa. Wer zuviel zahlt, sollte unbedingt prüfen, ob sein Geld auif diversen Bankkonten nicht nur wegen Zinsen schmilzt, die unter der Inflationsrate von 2,0 Prozent liegen, sondern obendrein durch zu hohe Bankgebühren real geschmälert wird.
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Bankgebühren - darf`s ein paar Euro mehr sein?
Das wär doch was für den ehemalige Skirennläufer und Gendarm, Motivationstrainer, Buchautor und Kultkommentator Armin Assinger und seine „Millionenshow“ im ORF: Die Frage nach den Bankgbühren in Österreich. Denn die Antworten dazu sind nicht leicht, wie die jüngste Umfrage des Marktforschungsinstituts Integral im Auftrag der ING-DiBa Direktbank Austria beweist. Nach den Erkenntnissen der Marktforscher von Integral zählen die Bankgebühren in Österreich zu den besonders großen Rätsel der Bankkunden in Österreich. Immerhin 44 Prozent der Bankkunden in Österreich kennen ihre Bankgebühren gar nicht oder sie wissen nicht genau Bescheid über die Bankgebühren für Giro-, Spar- oder Kreditkonten, die ihnen ihre Bank verrechnet. Dabei ärgern sich offenbar viele Kunden der Kreditinstitute über die Höhe der Bankgebühren, wie die Marktforscher von Integral herausgefunden haben.

Österreich im Spitzenfeld der höchsten Bankgebühren

Mit gutem Grund: Sind doch Italien, Spanien, Frankreich und Österreich laut EU-Kommission jene Länder, die ihren Bankkunden die höchsten Bankspesen abverlangen. Konkret ist Italien ist mit jährlichen Kosten von 253 Euro pro Bankkonto bei einer durchschnittlichen Nutzung das teuerste Land für Bankkunden, gefolgt von Spanien mit 178 Euro bei einer durchschnittlichen Nutzung, an dritter Stelle liegt Frankreich mit 154 Euro, und Österreich mit 140 Euro. Am günstigsten kommt ein Bankkonto in der EU den Bürgern in Bulgarien, wo man nur 27 Euro für ein laufendes Konto bei einer Bank zahlen muss.

Berücksichtigt man alle erhobenen Daten wie Kosten für durchschnittliche und intensive Nutzung von Bankkonten, unkomplizierter Ablauf und Transparenz, kommt Österreich hinter Italien, Spanien, Lettland und Frankreich auf Rang fünf. Hier schneiden ebenfalls Bulgarien und die Niederlande am kostengünstigsten ab, sie weisen auch die größte Transparenz auf.

Wie Sie Ihre Bankgebühren selbst senken können

Natürlich können Bankkunden darauf hoffen, dass jene Abgeordneten im Nationalrat, die sich ganz besonders für Konsumentenschutz engagieren, sich dafür einsetzen, dass die Bankgebühren in Österreich gesenkt werden und Österreichs Banken nicht mehr im unrühmlichen Spitzenfeld der teuersten Länder aufscheint, was Bankgebühren anlangt.

Hilfreicher ist da allemal Selbsthilfe. Und die ist möglich: Lassen Sie sich als Bankkunde regelmäßig über die aktuellen Gebühren Ihrer Bank informieren und vergleichen Sie diese Gebühren mit den Gebühren und Spesen anderen Kreditinstitute. Damit Sie sich einen guten Überblick verschaffen und dann entscheiden können, ob Sie angemessene Gebühren an Ihre Bank entrichten, oder ob sich hier Sparpotenziale für Sie eröffnen. Den bei den derzeit niedrigen Zinsen kann es leicht passieren, dass Ihr ohnehin schon geringer Zinsgewinn durch zu hohe Bankgebühren komplett aufgefressen wird. Dann schmilzt angesichts von 2,0 Prozent Inflation real nicht nur Ihr Geld auf diversen Konten dahin, sondern der Realverlust wird durch zu hohe Bankgebühren noch verschärft.

Erwin J. Frasl   26.07.2010

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