Von Erwin J. Frasl
Für Unruhe in der Bankenszene sorgt eine mögliche Fusion von Bawag und Österreichische Volksbank AG (ÖVAG).
Nach Informationen des
Wirtschaftsblatts gibt es Gespräche zwischen der
Bawag P.S.K. und der
Volksbank AG (ÖVAG) über eine Fusion. „Es gibt auf beiden Seiten prominente Kräfte, die ein Zusammengehen der Institute vorantreiben“, zitiert das Wirtschaftsblatt einen Insider. Bei einer Fusion würde die viertgrößte Bank in Österreich mit einer Bilanzsumme von 93,5 Milliarden Euro entstehen. Dann wären nur noch die
Bank Austria,
Erste Group und
RZB größer.
Die betroffenen Banken wollen offiziell von derartigen Plänen nichts wissen. Byron Haynes, Chef der Bawag, dementiert Fusionsgespräche: „Das ist reine Spekulation, es gibt keine Verhandlungen“, so der Bawag-Chef. Auch die ÖVAG will nichts davon wissen. „Die Gerüchte entbehren jeder Grundlage“, so der Sprecher der Österreichischen Volksbanken AG Walter Gröblinger laut Wirtschaftsblatt.
Die Staatshilfen für ÖVAG und Bawag
Die ÖVAG hat heuer im April eine Milliarde staatliches Partizipationskapital erhalten. Bei der Bawag steht für die Zufuhr von 550 Millionen Euro an staatlichem Partizipationskapital und einer staatlichen Garantie über 400 Millionen Euro noch die Genehmigung der Europäischen Union aus.