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Strompreise

Höchste Zeit für Preissenkungen

28.01.2012
Von Erwin J. Frasl
Knapp 300 Euro können Kunden bei einem Lieferantenwechsel bei Strom und Gas im Jahr sparen. Einige Unternehmen haben aktuell kleine Preissenkungen vorgenommen, obwohl mit dieser Preissenkung bei Weitem nicht die Kostensenkungen am Großhandelsmarkt der letzten Jahre weiter gegeben wurden, sondern lediglich geringere Ökostrom-Mehraufwendungen.
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DI Walter Boltz, Vorstand der staatlichen Regulierungsbehörde Energie-Control Austria

Generell sind die Großhandelspreise bei Strom seit einiger Zeit klar im Sinken begriffen. An der für Österreich relevanten Pariser Strombörse zeigen die Preise den niedrigsten Stand seit 2010. Die Nachfrage ist wegen der ungewöhnlich milden Witterung schwach, während reichlich Strom angeboten wird. „Auch die Preise für den Rest des Jahres 2012 und auch für 2013 sind wegen der düsteren Wirtschaftsaussichten im Keller.“, so der Vorstand der staatlichen Regulierungsbehörde Energie-Control Austria, DI Walter Boltz.

Weitere und höhere Strompreissenkungen wären gerechtfertigt

Und Boltz weiter: „Wenn man sich heute die Preise am Großhandelsmarkt anschaut, so sieht man, dass die Kosten für 2012 um etwa 30 Euro unter jenen des Jahres 2009 für einen typischen Haushaltsjahresverbrauch liegen. Weitere und auch höhere Preissenkungen – und dies nicht nur aufgrund der niedrigeren Ökostromkosten – wären im Sinne der heimischen Stromkunden also durchaus gerechtfertigt".

Gesamten Vergleich anzeigenSparbuch Betrag: 10.000 Euro, Laufzeit: 3 Monate
  Anbieter Zinssatz Zins-
ertrag
Einlagen-
sicherung
 
1
Direktanlage.at
0,86%   21 € 100%   
2
Erste Bank
0,75%   19 € 100%   
 
Steyler Bank
0,75%   19 € 100%   
3
Oberbank
0,25%   6 € 100%   
4
Bank Burgenland
0,13%   3 € 100%   
Daten von: 27.01.2012
Sämtliche Angaben ohne Gewähr
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Potenzial für Strompreissenkungen vorhanden

Wenig Verständnis zeigt die E-Control daher für aktuell angekündigte Strompreiserhöhungen und rät den Konsumenten, sich über günstigere Alternativen zu informieren. „Wir gehen davon aus, dass die Strom-Großhandelspreise auch im heurigen Jahr auf einem konstant niedrigen Niveau bleiben werden. Die Unternehmen sind deshalb aufgerufen, das Senkungspotenzial bei den Strompreisen endlich auch an die Kunden weiter zu geben“, so Walter Boltz.

Mangelnder Wettbewerb hält die Strompreise für Endkunden hoch

Es ist durchaus legitim zu sagen, dass die Strom- und Gasgroßhandelsmärkte in den vergangenen Jahren einen positiven und deutlichen Wandel hin zu mehr Wettbewerb verzeichnet haben. „Bei den Endkunden sind die Vorteile dieser Entwicklung aber noch kaum angekommen“, so Boltz.
 

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