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Institut für Wirtschaftsforschung

Hoffnungsschimmer bei Konjunktur

12.03.2010
Von Erwin J. Frasl
Das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung registriert international und national mässige Aufschwungssignale. Das Sorgenkind bleibt der Arbeitsmarkt.
Konjunktur-Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung-Wifo-Gerhard Rünstler-Experte-Öl-Arbeitsmarkt-Bruttoinlandsprodukt-Wachstum-USA-China-Euro-Raum
Einen neuen Hoffnungsschimmer in Sachen Konjunktur liefert das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo): Gemäß der vorläufigen vierteljährlichen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) wuchs das Bruttoinlandprodukt (BIP) in Österreich im IV. Quartal 2009 saison- und arbeitstägig bereinigt gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent, so Wifo-Experte Gerhard Rünstler. Getragen wurde das Wachstum von den Exporten (+1,6 Prozent) und dem privaten Konsum (+0,2 Prozent), während die Bruttoanlageinvestitionen weiterhin zurückgingen (- 1,6 Prozent). Die Wertschöpfung der Sachgütererzeugung nahm im IV. Quartal saisonbereinigt gegenüber dem Vorquartal um 1,3 Prozent zu (III. Quartal +1,9 Prozent). Die stärker an der Inlandsnachfrage orientierten Bereiche entwickelten sich ungünstiger. In der Bauwirtschaft und in den Dienstleistungsbereichen Handel, Beherbergungswesen und Verkehr stagnierte die Wertschöpfung weiterhin.


So läuft es international

Die Erholung der internationalen Konjunktur hielt in den ersten zwei Monaten 2010 an. Im IV. Quartal war die Wirtschaft in den USA und in Südostasien stark gewachsen, getragen von Fiskalimpulsen und einer Wiederbelebung des Welthandels, die mit einem raschen Lageraufbau einherging. Im I. Quartal 2010 dürfte sich die Expansion in den USA nun etwas verlangsamt haben, jedoch robust bleiben. Die Stimmungsindikatoren waren im Februar eher uneinheitlich, der Lageraufbau könnte etwas an Dynamik verlieren. Gleichzeitig weist einiges darauf hin, dass der Aufschwung in den USA nunmehr den Unternehmenssektor erreicht: Die Investitionen sind nicht länger rückläufig und die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich stabilisiert, wenn auch bei einer Arbeitslosenquote von 9,7 Prozent, so Gerhard Rünstler.

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