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Förderaktion „Heizkesseltausch“

Mehr Energieeffizienz durch moderne Öl-Brennwertkessel

23.08.2010
Von Martin Reichard
Für den Österreichischen Biomasseverband ist die Förderung von Ölkesseln durch die Mineralölwirtschaft „ökonomischer und ökologischer Unfug“ – dabei leistet die Förderaktion „Heizkesseltausch“ einen wichtigen Beitrag zur CO2-Reduzierung und zu mehr Energieeffizienz.
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Martin Reichard ist Geschäftsführer von IWO-Österreich-Institut für wirtschaftliche Ölheizung
In Österreich wird Öl neben der Verwendung für Treibstoffe vor allem zum Heizen genutzt. Rund 865.000 Haushalte heizen hierzulande mit Öl, das sind rund 25 Prozent aller österreichischen Haushalte. Diese Tatsache macht Öl in sechs von neun Bundesländern zum Marktführer im Bereich Raumwärme.

Alternativen Energien brauchen Steuertöpfe

Hierzulande wird man auch langfristig nicht auf Öl verzichten können, weil alternative Energieformen auf absehbare Zeit nicht jene technologischen Quantensprünge machen werden, um Österreich mit einer ausreichenden Menge an Energie versorgen zu können. Dabei sind Anreizaspekte wie die steuerliche Begünstigung von alternativen Energien bei gleichzeitig hohen Subventionen aus Steuertöpfen noch gar nicht berücksichtigt. Die Zukunft der österreichischen wie auch der globalen Energieversorgung lässt sich daher nicht auf die Frage „entweder Öl oder alternative Energien“ reduzieren. Kein Energieträger kann den immer höher steigenden Energieverbrauch alleine decken. Die Lösung kann also nur im sinnvollen Miteinander aller Energiequellen liegen.

In der Zwischenzeit werden immer mehr alte Ölheizungen sukzessive durch moderne und saubere Öl-Brennwertgeräte ersetzt. Durch die Umrüstung bestehender Ölheizungen auf moderne Öl-Brennwertsysteme lässt sich ohne großen baulichen Aufwand und mit verhältnismäßig geringen finanziellen Mitteln ein enormes Einsparungspotenzial von bis zu 40 Prozent erschließen.

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Österreichs Energiestrategie

Auch die österreichische Energiestrategie legt einen klaren Kurs fest. Sie geht für 2020 von einem 66 Prozent Anteil der fossilen Energieträger aus. Das bedeutet, dass Heizöl langfristig ein fester Bestandteil im österreichischen Energiemix sein wird. So wichtig die Nutzung alternativer Energiequellen für die Zukunft ist, ganz ohne fossile Energieträger wird es auch in den kommenden Jahrzehnten nicht gehen. Bis eine 100 Prozent Umstellung auf alternativen Energieträgern geschafft ist, gilt es daher aktuelle Einsparungspotenziale zu nutzen – alles andere wäre aus ökologischer und ökonomischer Sicht kontraproduktiv.

Ölkesseltausch-Förderung verbessert Klimabilanz

Dank der Ölkesseltausch-Förderung der „Heizen mit Öl GmbH“ wurden im ersten Jahr 10.800 neue Brennwertkessel gefördert, das entspricht einer CO2-Reduktion von über 56.000 Tonnen CO2. Festzuhalten ist, dass die Förderaktion ausschließlich die Umrüstung alter Ölkessel (mindestens älter als 10 Jahre) unterstützt. Somit leistet Heizöl den höchsten Beitrag aller Energieträger zur Verbesserung der Klimabilanz. Aber egal welcher Energieträger verwendet wird, jeder ist dazu aufgerufen, möglichst viel Energie einzusparen, denn nur so lässt sich eine Energiekrise vermeiden. Die Förderaktion „Heizkesseltausch“ leistet somit einen wichtigen Beitrag zur CO2-Reduzierung und zu mehr Energieeffizienz.

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