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Versicherungsabschluss via Internet

Online-Kunden sparen

15.01.2010
Von Norbert Griesmayr
Internet-Nutzer können bei Versicherungen doppelt sparen: Sie finden die günstigsten Anbieter und das auch noch ohne grossen Zeitaufwand.
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Generaldirektor Dr. Norbert Griesmayr rät zum Vergleichen
Beim Versicherungsabschluss kann zumeist sehr viel eingespart werden. Der Internet-Abschluss ist eine Möglichkeit dazu, welche in Österreich aber noch sehr selten wahr genommen wird. Die große Mehrzahl der User verwendet Online-Prämienrechner zu Informationszwecken, insbesondere um das Prämienniveau der verschiedenen Anbieter zu vergleichen. Es ist aber nur etwas mehr als ein Prozent der Bevölkerung bereit und in der Lage, auch den Versicherungsabschluss selbst im Internet zu tätigen. Die Tendenz steigt aber stark an - in Deutschland schließen bereits mehr als zehn Prozent ihre KFZ-Police im Internet ab.


Vesicherungen: Vergleichen spart Geld

Aber auch andere Produkte, vor allem Reiseversicherungen und die Haushaltsversicherung erfreuen sich bei Online-Kunden schon einer gewissen Beliebtheit. Internet-Policen sind deshalb billiger, weil hier die hohen Vertriebskosten der Versicherungen (Geschäftsstellen vor Ort, Außendienstmitarbeiter, Werbeaufwand, Provisionen) eingespart werden können. In der Regel ist der Internet-Abschluss um etwa zehn Prozent günstiger als der Abschluss beim Versicherungsaußendienst derselben Gesellschaft. Das ist nicht wirklich aufregend! Wichtig ist es daher, eine generell günstige Versicherungsgesellschaft auszuwählen und in jedem Fall, egal ob im Internet oder in der üblichen Beratungssituation, die Preise und Inhalte genau zu vergleichen. 

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Preisunterschiede bis zu 50 Prozent

Die Preisdifferenzen zwischen den einzelnen Anbietern sind oft deutlich größer als zehn Prozent und können in Einzelfällen mehr als 50 Prozent ausmachen. Beispielsweise macht die VAV Versicherung preislich keinen Unterschied zwischen Internet und sonstigem Geschäft, ist aber – wie seit Jahren die Tests des Verein für Konsumenteninformation (VKI) belegen) – bei jeder Variante stets unter den preisgünstigsten Versicherern.

Der Internet-Kunde spart aber nicht nur bei der Prämie. Er spart vor allem bei der Zeit: Das Internet steht ihm 365 Tage im Jahr volle 24 Stunden zur Verfügung. Nicht nur Information, nicht nur Versicherungsabschluss, auch Schadenmeldungen sind rund um die Uhr möglich. Es ist keine Terminplanung, kein Vertreterbesuch und kein Beratungsgespräch erforderlich. Die Convenience, welche das Internet bietet, erfordert aber andererseits eine sehr hohe Eigenständigkeit und den Willen zur Eigenverantwortung. Die meisten Österreicher setzen daher nach wie vor auf Beratung, in zunehmenden Maße auf die Beratung durch ungebundene Versicherungsmakler, welche gesetzlich zur objektiven Beratung verpflichtet sind.

Die Internet-Kunden erweisen sich als modern denkend und unabhängig. Sie setzen ein attraktives Preisniveau und eine perfekte Logistik voraus; es muss wirklich wie am Schnürchen laufen! Merkbar ist auch, dass regelmäßig kürzere Laufzeiten nachgefragt werden – auch das unterstreicht die Flexibilität dieser besonderen Zielgruppe. Für jeden Versicherer eine Herausforderung.

Dr. Norbert Griesmayr

Generaldirektor Dr. Norbert Griesmayr ist seit dem Jahr 2000 Vorsitzender des Vorstandes der VAV Versicherung , die eine Tochter der VHV Vereinigte Hannoversche Versicherung a.G. ist, und seit 2005 auch Mitglied des Executive Committees der VHV-Gruppe in Hannover.

Der Jurist begann seine berufliche Laufbahn in der AVA-Bank. Nach drei Jahren als wirtschaftspolitischer Berater und persönlicher Sekretär des damaligen Vizekanzlers Dr. Alois Mock wechselte er in die Versicherungsbranche und war von 1990 bis 2000 Mitglied der Geschäftsleitung des Gerling-Konzerns. Griesmayr ist auch als Aufsichtsrat und Stiftungsvorstand aktiv.
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