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Sorgen mit der Aktienquote

Wie hat sich private Pensionsvorsorge bewährt?

07.03.2010
Von Daniela Wipplinger-Thaller
Die Finanzkrise schlägt auch auf die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge durch. Für manche Vorsorgeprodukte gilt ein Aktien-Stopp. Kommt die Trendwende?
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Daniela Wipplinger-Thaller, Filialdirektorin der Erste Bank Filiale Rudolfsheim

Die private Pensionsvorsorge hat sich in den letzten zwanzig Jahren zu einem wichtigen Teil der Altersvorsorge entwickelt und gut bewährt. Wie wichtig die private Vorsorge ist, zeigt sich auch am heimischen System. In Österreich basiert das Vorsorgesystem auf drei Säulen: der staatlichen, betrieblichen und privaten. Jede für sich leistet einen Beitrag zur finanziellen Absicherung im Alter. Betrachtet man allerdings die demographischen Daten, verlagern sich die Gewichte der einzelnen Säulen, denn die Geburtenrate nimmt ab, die Lebenserwartung zu. Das bedeutet am Ende nichts anderes, als dass immer weniger erwerbstätige Menschen eine immer größere Zahl an Pensionisten finanzieren werden müssen.

Aufgrund dieser Veränderung wird es ein noch stärkeres Umdenken Richtung privater Vorsorge geben. Fakt ist auch, dass die gesetzliche Altersversorgung in Österreich seit je her auf dem Umlageverfahren basiert. Das bedeutet, dass die heute aktive erwerbstätige Bevölkerung den Lebensabend der jetzigen Pensionisten finanziert. Doch wie lange können wir noch auf diese Säule bauen? Jeder sollte selbst einen finanziellen Polster aufbauen, um seinen Lebensstandard beibehalten, die Pension genießen und sich Wünsche erfüllen zu können. Wer früh mit dem Ansparen beginnt, kann den Zinseszinseffekt voll ausnützen. Vorsorgewohnungen werden in diesem Hinblick auch immer beliebter. 
 

Sorgen mit der Aktienquote

Aktuell wird die private Vorsorge in Bezug auf die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge öffentlich diskutiert. Aufgrund der Finanzkrise und den damit einhergehenden Kursverlusten wurde in fast allen staatlich geförderten Zukunftsvorsorgefonds die 100-Prozent-Kapitalgarantie auf Einzahlungen und staatlicher Prämien wirksam. Im Rahmen der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge wurden Anleger somit vor Verlusten bewahrt. Was einerseits ein Vorteil ist, ist anderseits aber auch ein Nachteil, denn die Partizipation an künftigen Aktienkursbewegungen ist nicht oder nicht in vollem Ausmaß möglich, da die Aktienquote in den Fonds für einen längeren Zeitraum abgesichert bleibt.

Zukünftig gesehen werden auch Aktien wieder eine wichtigere Rolle spielen. Die Börsenperformance des Jahres 2009 gilt als Indikator, dass diese Trendwende bereits begonnen hat. Auch am Beispiel der aktuellen Diskussionen über die Zahlungsfähigkeit von Ländern wie Griechenland, Portugal und Spanien zeigt sich, dass – trotz allem – neben der staatlichen Altersvorsorge ein privates Standbein wichtig ist.

Daniela Wipplinger-Thaller
 

Die berufliche Laufbahn von Daniela Wipplinger-Thaller bei der Erste Bank:

10/1998: Eintritt in die Erste Bank
1998 - 2002: Privatkundenbetreuerin
2003 - 2005: Kundenbetreuerin für Freie Berufe
2006 - 2008: Filialleiterin (Leitung von Privatkundenbetreuern an zwei Filialstandorten)
2009: Filalleiterin (Leitung der Kommerzgruppe Rudolfsheim)
seit 11/2009: Filialdirektorin Beratungszentrum Rudolfsheim

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