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Pensionslücke der Österreicher

Was auf künftige Generationen zukommt

30.07.2010
Von Erwin J. Frasl
Hohe Fixkosten, kleine Pensionserhöhungen – schon heute haben Pensionisten in Österreich zu kämpfen. Doch wie will man bei künftigen Rentnern die Kluft zwischen Pension und Lebenshaltungskosten schließen?
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Entspannt im Ruhestand - davon können viele Pensionisten in Österreich nur träumen
Laut einer Studie des Beratungsunternehmens RegioPlan gibt jeder Österreicher durchschnittlich rund 700 Euro pro Monat an Fixkosten aus. Die Pensionslücke – also die Differenz zwischen dem letzten Aktivbezug und der Pension – macht bei einem Durchschnittsverdiener derzeit monatlich rund 500 Euro netto aus. Das heißt: Jener Betrag, mit dem heute die Rechnungen für Miete, Strom, Heizöl etc. bezahlt werden, fehlt in der Pension auf dem Konto.
930 Euro Durchschnittspension
Aufschlussreich sind in diesem Zusammenhang die Auswertungen des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger: Ihnen zufolge lag die Höhe der Durchschnittspensionen im Dezember 2008 bei 930 Euro brutto. Konkret können Männer im Schnitt noch mit einer Pension von 1.233 Euro rechnen, Frauen müssen mit 738 Euro das Auslangen finden. Und auch heuer werden die Erhöhungen der gesetzlichen Pension bescheiden ausfallen: Zwar haben die Präsidenten des Seniorenrats Karl Blecha und Univ.-Prof. Dr. Andreas Khol jüngst eine Erhöhung um zwei Prozent gefordert, aber der Leiter der Pensionskommission, Bernhard Schwarz, sieht für die Pensionistenforderungen wenig Spielraum.

Sicherung des Lebensstandards

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Wenig Hoffnung für Pensionskassen-Pensionisten

Mit Hinweis auf eine größer werdende Pensionslücke bieten Versicherungen wie Wiener Städtische Versicherung, Donau-Versicherung, S-Versicherung oder Wüstenrot Versicherung Lösungen etwa im Wege von Lebensversicherungen an, um diese Kluft zu schließen. Jüngstes Beispiel ist hier die Allianz Elementar Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft, die eine sogenannte Fixkostenpension gegen die Armutsfalle im Alter anbietet.

Ihr Argument: Fixkosten machen bereits 60 Prozent der Verbrauchsausgaben aus, so Allianz Vorstand Manfred Baumgartl. In der Pension spitzt sich die Situation zu, wenn die Fixkosten die Pension auffressen. Das Rezept der Allianz gegen diese Falle: Mittels individuellem Vorsorgeplan werden die voraussichtlichen Fixkosten genau berechnet und sollen dann per Fixkostenpension gedeckt werden.

Fixkosten fressen Pension auf

De facto kann heute niemand genau voraussagen, wie hoch seine Pension in 20, 30 oder mehr Jahren sein wird. Das Einzige, was aus heutiger Sicht relativ treffsicher für die nächsten Jahrzehnte prognostiziert werden kann, ist die Höhe der Fixkosten, die auch nach dem Berufsleben weiterlaufen, so die Allianz. Bei einer angenommenen Indexanpassung von jährlich zwei Prozent werden aus Fixkosten von derzeit 700 Euro in 35 Jahren doppelt so viel – nämlich 1.400 Euro.

Anhand eines Finanz- und Vorsorge-Haushaltsplans, durch den alle Fixkosten erfasst werden, will die Allianz Kunden frühzeitig eine Entscheidungshilfe an die Hand geben. "Mit unserer neuen Lebensversicherung, der Fixkostenpension, drehen wir die herkömmliche Zugangsweise zum Thema Altersvorsorge um", betont Manfred Baumgartl, "weg von komplizierten Pensionslückenberechnungen und gesetzlichen Pensionsregelungen – hin zum konkreten Finanzierungsbedarf nach dem Berufsleben."

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